60 Aufständische bei Kämpfen in Afghanistan getötet
publiziert: Samstag, 16. Aug 2008 / 21:23 Uhr

Kabul - Die US-geführten Truppen und die afghanische Armee haben nach eigenen Angaben während mehrtägiger Kämpfe im Süden und Osten des Landes rund 60 Aufständische getötet.

Viele der getöteten Taliban könnten in Wirklichkeit Zivilisten gewesen sein. (Symbolbild)
Viele der getöteten Taliban könnten in Wirklichkeit Zivilisten gewesen sein. (Symbolbild)
Über 30 Kämpfer seien zwischen Mittwoch und Freitag in der südlichen Provinz Kandahar ums Leben gekommen, teilten die US-geführten Truppen am Samstag mit. Nach mehreren Zusammenstössen zwischen Aufständischen und Soldaten auf Patrouille hätten die Sicherheitskräfte dort Unterstützung aus der Luft angefordert.

Laut dem afghanischen Innenministerium wurden in der ebenfalls im Süden liegenden Provinz Helmand 23 Aufständische getötet. Sie seien am Freitag bei Kämpfen im Bezirk Nad Ali ums Leben gekommen. Dort lieferten sich Sicherheitskräfte und Aufständische bereits seit Wochen Gefechte.

Zivilisten in der Schusslinie

Sieben weitere Kämpfer wurden nach Angaben des afghanischen Verteidigungsministeriums am Donnerstag in der östlichen Provinz Paktia getötet. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben über die Opferzahlen in den unwegsamen Regionen war nicht zu erhalten.

Afghanische Militärexperten gehen jedoch davon aus, dass viele der als getötet gemeldeten Taliban tatsächlich Zivilisten sind, die in die Schusslinie geraten sind.

Die Gewalt in Afghanistan hat in diesem Jahr nochmals zugenommen. Hilfsorganisationen zufolge kamen bei Kämpfen zwischen Taliban-Rebellen und Sicherheitskräften seit Anfang 2008 rund 2500 Menschen ums Leben gekommen, darunter etwa tausend Zivilisten.

(tri/sda)

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