60 Jahre Israel - Palästinenser gedenken Vertreibung
publiziert: Freitag, 9. Mai 2008 / 00:56 Uhr / aktualisiert: Freitag, 9. Mai 2008 / 01:24 Uhr

Jerusalem - Mit Militärparaden und volksfestartigen Picknicks am Strand haben die Israelis den 60. Jahrestag der Staatsgründung gefeiert. Aus Angst vor palästinensischen Anschlägen wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

Rund 760'000 Palästinenser mussten nach der Gründung von Israel ihre Heimat verlassen.
Rund 760'000 Palästinenser mussten nach der Gründung von Israel ihre Heimat verlassen.
4 Meldungen im Zusammenhang
Militärmaschinen donnerten über das Land, die israelischen Streitkräfte öffneten zahlreiche Stützpunkte für einen Tag der offenen Tür.

Über dem Strand von Aschkelon bei Tel Aviv wollten 120 Fallschirmjäger aus einem Dutzend Ländern einen gemeinsamen Sprung absolvieren.

Für den Festtag wurden nach Angaben des staatlichen Radios 13 Millionen Hamburger, Steaks und Würstchen zubereitet.

Forderung nach Rückkehr

Im Westjordanland gedachten Palästinenser anlässlich des Jahrestags ihrer Vertreibung im Zuge der israelisch-arabischen Kriege. In Ramallah eröffnete Ministerpräsident Salam Fajad ein «Lager für die Rückkehr».

In dieser Zeltstadt in Ramallah wurde eine Fotoausstellung über die «Nakba» gezeigt - die Katastrophe, wie das palästinensische Volk die israelische Staatsgründung 1948 nennt.

In Bethlehem im Süden des Westjordanlandes organisierten hunderte Palästinenser einen Protestmarsch. Auf einem Lastwagen transportierten sie einen riesigen Schlüssel, der die Verbundenheit jedes einzelnen Flüchtlings mit seinem Zuhause symbolisiert, das er 1948 verlassen musste.

Israel lehnt ab

Der Staat Israel wurde 1948 auf einem Gebiet errichtet, das drei Viertel des historischen Palästina ausmacht. Rund 760'000 Palästinenser mussten in der Folge ihre Heimat verlassen. In den arabischen Staaten wurden die Flüchtlinge in Lagern untergebracht.

Die Rückkehr dieser palästinenischen Flüchtlinge und ihrer Nachkommen, insgesamt rund 4,5 Millionen Menschen, ist eine der umstrittensten Fragen im Nahostfriedensprozess. Israel lehnt jeglichen Gedanken an eine Rückkehr ab.

(bert/sda)

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Palestinenser wurden nicht vertrieben
1948 wurde Israel zwecks Auslöschung des Volkes von sechs arabischen Staaten angegriffen.Die Araber forderten die Arabische Bevölkerung auf das Land zu verlassen was 630.000 taten.Israel war gezwungen sich zu verteidigen,hat aber niemand vertrieben.Warum sollte Israel Rückkehrrecht gestatten?Israel könnte die gleiche Forderung stellen für ihre 800 000 Flüchtlinge aus den arabischen Land.Von diesen spricht nie jemand. Es wäre ein leichtes gewesen den palestnensischen Flüchtlinge die leeren Wohnungen der Jüdischen Flüchtlinge zu überlassen.
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