So teuer wütete "Lothar"
600 Millionen für ein windiges Weihnachtsgeschenk
publiziert: Dienstag, 1. Feb 2000 / 15:09 Uhr

Wälder, geknickt wie Streichhölzer. Häuser wie durch einen Riesen plattgetreten. - Der Weihnachtssturm "Lothar verursachte gewaltige Schäden. - Eine erste Bestandesaufnahme zeigt Schlimmes.

Bern.- Der Weihnachtssturm 'Lothar' dürfte den Bund rund 600 Millionen Franken kosten. Allein 480 Millionen entfallen auf ein Massnahmenpaket, das der Bund auf Vorschlag des Führungsstabs ergreifen soll. Der Führungsstab schlägt insbesondere vor, an die Entfernung und Verwertung von Sturmholz Bundesbeiträge zu leisten, wenn das Liegenlassen der Stämme Folgeschäden provozieren würde. Der Bund soll auch die Holzlagerung sowie regionale Zentralen unterstützen, die das Sturmholz optimal vermarkten. Der Bundesrat wird Mitte Februar eine 'Verordnung der Bundesversammlung' verabschieden, die in der Märzsession vor die Räte kommt. Ausserhalb des 'Waldpakets' wird der Bund 110 Millionen für Eisenbahnen und Strassen, die Entschädigung für Hochstamm- Obstbäume und die Aufstockung des Programms 'Energie 2000' aufwenden müssen. Noch nicht einig werden konnte sich der Führungsstab in der Frage, ob die vom Orkan betroffenen Privatwaldbesitzer für ihre Verluste entschädigt werden sollen. Er empfehlt dem Bund, eine Lösung für Härtefälle zu suchen.

(klei/sda)

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