63 Festnahmen bei Demo
publiziert: Sonntag, 9. Apr 2006 / 21:10 Uhr

Bern - Nach einer unbewilligten Demonstration sind am späten Samstagabend in Bern 63 Personen vorübergehend festgenomen worden, darunter 21 Jugendliche.

Mehrere Polizisten gingen gegen die Demonstranten vor.
Mehrere Polizisten gingen gegen die Demonstranten vor.
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Heute morgen waren alle wieder auf freiem Fuss. Wegen Sachbeschädigungen gab es mehrere Anzeigen. Unter den 63 Festgenommenen seien Kundgebungsteilnehmer und Sympathisanten, sagte Franz Märki, Sprecher der Stadtpolizei, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Es handelte sich um 15 Frauen und 48 Männer.

Der kleine Demonstrationszug wurde gegen 21.00 Uhr in der Spitalgasse von Polizeibussen gestoppt und die Teilnehmer von einer Hundertschaft von Polizisten eingekesselt. Die Polizei begründete ihr frühzeitiges Einschreiten damit, dass es vor einer Woche, beim ebenfalls unbewilligten antifaschistischen Abendspaziergang, zu Ausschreitungen und Sachbeschädigungen gekommen sei.

Die Demonstranten wurden einzeln aus dem Kessel geführt und in die Busse verladen. Die Festgenommenen hatten Knallkörper, Pfeffersprays, Wurfgeschosse aus Metall und Rasierklingen bei sich. Stadt- und Kantonspolizisten waren am Einsatz beteiligt.

Sachbeschädigungen durch Sympathisanten

Während der Verhaftungen und noch bis Mitternacht kam es zu Scharmützeln zwischen Polizisten und Sympathisanten der Kundgebung. Polizisten wurden mit Metallringen und Flaschen beworfen. Die Polizei setzte Gummigeschosse ein und nahm mehrere Sympathisanten fest. Ein Polizist wurde an der Hand verletzt.

Sämtliche Sachbeschädigungen gingen auf das Konto dieser Sympathisanten, sagte Märki. Sie hätten sich dafür strafrechtlich zu verantworten. Die Schäden seien geringer als beim unbewilligten und ebenfalls von der Polizei aufgelösten Antifaschistischen Abendspaziergang am Samstag vor einer Woche.

Zur Kundgebung aufgerufen hatte eine Splittergruppe der linken Szene. Offizielle Themen waren der Kampf um das Swissmetal-Werk in Reconvilier BE und den Arbeitsvertrag für Berufseinsteiger in Frankreich.

(bert/sda)

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