Swiss Vulnerability Report 2013
69 Millionen Schwachstellen im Schweizer Internet
publiziert: Dienstag, 15. Okt 2013 / 09:31 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 15. Okt 2013 / 10:10 Uhr
Abbildung zeigt die Top-10-Betriebssysteme mit den meisten Schwachstellen.
Abbildung zeigt die Top-10-Betriebssysteme mit den meisten Schwachstellen.

Chur - Wie sicher sind Computersysteme von Schweizer Firmen, die ans Internet angebunden sind? Die Schweizer Firma First Security Technology AG, die spezialisiert ist auf Sicherheitsmanagement in der IT für Firmen, wollte es genau wissen. Sie unterzog die Schweiz einer IT-Sicherheitsprüfung. Die Resultate sind zum Teil ernüchternd.

4 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Swiss Vulnerabilitiy Report 2013
Das Unternehmen stellt Schwachstellen-Analyse-Software für IT-Systeme her.
www.first-security.com

Für den Report wurden Anfragen an die Dienste aller Schweizer IP-Adressen gestellt, die ans Internet angebunden sind. Jeder aktive Dienst, der so angesprochen wurde, lieferte in der Folge Metadaten, die Aufschluss über die Sicherheit der Systeme geben.

Manche nutzen noch immer Windows 3.1

Über 19 Millionen IP-Adressen gibt es in der Schweiz. Bei knapp einer Million davon stellten die Autoren des Reports mindestens einen aktiven Dienst fest - zum Beispiel E-Mail, Webserver oder Datenbanken. Alle aktiven IP-Adressen wurden eingehend geprüft. Pascal Mittner, der CEO von First Security Technology, sagt: «Die Resultate sind teilweise beängstigend. So nutzen noch immer über 460 Personen oder Firmen Windows 2000 oder gar Windows 3.1 - für diese gibt es schon lange keine Sicherheits-Updates mehr.»

95 Prozent aller Schwachstellen betreffen Linux-Systeme

Oder dann die rund 275'000 Linux-Betriebssysteme, mit Abstand die häufigsten im Internet: 95 Prozent aller aufgedeckten Schwachstellen betreffen Linux-Systeme. Pascal Mittner nennt einen Grund: «Linux wird traditionell als System angeschaut. Doch während etwa bei Microsoft regelmässige Updates längst Standard sind, glauben viele Leute, es genüge, Linux einmal zu installieren und fertig. Ein Trugschluss. Damit ist man nicht vor neuen Bedrohungen geschützt.» Insgesamt wurden rund 69 Millionen Schwachstellen gefunden. Nicht alle sind gleich kritisch, doch Fakt ist: Das sind pro aktive IP-Adresse über 70 potenzielle Einfallstore für Viren, Botnets, Schadprogramme,Hacker und Geheimdienste, die Daten des eigenen Computersystems verändern, stehlen oder zerstören können.

Gesundheitswesen und Behörden schneiden am schlechtesten ab

Auch in Bezug auf die Branchen liefert der Report überraschende Erkenntnisse. Während Tourismus und Industrie vergleichsweise wenig Angriffsfläche bieten, weisen das Gesundheitswesen, die Behörden, aber auch Internet-Service-Provider und die Banken die meisten Sicherheitslücken auf. Pascal Mittner: «Es ist wenig vertrauensbildend, wenn gerade solche sensiblen Branchen und die öffentliche Hand eklatante Sicherheitsmängel aufweisen.» Er hofft denn auch, dass der Report dazu beitragen wird, IT-Verantwortliche und Privatpersonen für Sicherheitsaspekte zu sensibilisieren.

Der komplette Swiss Vulnerability Report 2013 kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Gestern erschien der erste Swiss Vulnerability Report. Dieser benennt die Schwachstellen der IT-Systeme von Schweizer Unternehmen und Privatpersonen bei Verbindungen ins Internet. Der Report wartet mit überraschenden Erkenntnissen auf. Verfasst wurde er von der Schweizer Firma First Security Technology AG.

 

(li/pd)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Jena - Der IT-Security-Hersteller ESET veröffentlicht seine jährlichen ... mehr lesen
Die Cloud-Technologie wurde in den letzten Jahren beträchtlich weiterentwickelt und mittlerweile nutzen immer mehr Computer-Anwender Cloud-Services.
Staatliche Anti-Terrorabwehr setzt auf besondere Technik-Skills. (Symbolbild)
London - Das britische Verteidigungsministerium Ministry of Defense zeigt in Bezug auf die Bildung einer möglichst schlagkräftigen Cyber-Defense-Einheit wenig Skrupel. mehr lesen
Der Zugang zum WLAN-Router wird oft nicht verschlüsselt.
Las Vegas - Die potenzielle Sicherheitsgefahr, die von gängigen WLAN-Routern in privaten und kleinbetrieblichen Haushalten ausgeht, ist grösser als jemals zuvor. mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Einfaches Einstellen der sichereren Zweifaktor-Authentifizierung bei domains.ch.
Einfaches Einstellen der sichereren Zweifaktor-Authentifizierung ...
SMS-Token zusätzlich zu deinem domains.ch Passwort  St. Gallen - Domains sind ein wertvolles immaterielles Gut. Nicht vorzustellen was passieren würde, wenn dein operativer und Umsatz bringender Online-Shop auf einmal gekapert würde. Alle E-Mail Geschäftskorrespondenzen nicht mehr ankämen und Unfug mit deiner Domain getrieben würde. mehr lesen 
Der passende Domainname fehlte  Nach einem grösseren Datenleck beim erfolglosen Social Media Projekt Google Plus zieht Google den ... mehr lesen  
Kein Erfolg wegen fehlendem Domainnamen? Google Plus
Geofencing machte es möglich  Boston - Abtreibungsgegner machen Frauen in US-Kliniken für Schwangerschaftsabbrüche neuerdings dank eines Location-Features der Agentur Copley Advertising direkt ausfindig und bombardieren ... mehr lesen
Durch eine App fanden Abtreibungsgegener raus, wo sich die Frauen befinden.
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich -1°C 2°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Basel 0°C 4°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
St. Gallen -2°C 0°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Bern -1°C 2°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Luzern -1°C 2°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Genf 2°C 6°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 3°C 8°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich bewölkt, etwas Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten