7 Monate bedingt für ehemaligen ärztlichen Leiter am Spital Wil
publiziert: Donnerstag, 14. Nov 2002 / 11:43 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 14. Nov 2002 / 12:04 Uhr

Uznach - Sieben Monate Gefängnis bedingt auf zwei Jahre für den früheren ärztlichen Leiter des Spitals Wil: Das Bezirksgericht See hat den Arzt im Zusammenhang mit dem Aids-Skandal der schweren Körperverletzung für schuldig befunden.

Der ebenfalls angeklagte Chefarzt wurde vom Vorwurf der mehrfachen schweren Körperverletzung freigesprochen, teilte das Gericht mit. Das Gericht folgte damit im Fall des ärztlichen Leiters zum Teil dem Antrag der Anklage. Allerdings sah es von einer Busse ab. Im Fall des Chefarzts folgte das Gericht der Anklage nicht. Es überband die gesamten Kosten dem Staat.

Die beiden Chefärzte mussten sich vor Gericht verantworten, weil sie einem Patienten die Ansteckung mit dem HI-Virus jahrelang verheimlicht hatten. Die Anklage hatte für beide Ärzte sieben Monate Gefängnis bedingt gefordert.

Die Anklage warf den beiden Ärzten vor, 1993 einen damals 77-jährigen Mann nicht über die Ansteckung mit dem HI-Virus informiert zu haben. Er war damit vermutlich 1988 im Spital Wil bei einer Bluttransfusion infiziert worden.

Zehn Jahre nach der Ansteckung brach beim Patienten Aids aus. Er wurde 1998 in lebensbedrohendem Zustand hospitalisiert. Erst damals wurde die Familie informiert. Ende 1999 wurde der HIV-Fall publik.

Die Verteidiger der beiden Ärzte forderten Freispruch: Die Ärzte hätten die Ansteckung aus Rücksicht auf den Patienten verheimlicht, argumentierten sie. Damals habe es noch keine Behandlungsmöglichkeit ohne massive Nebenwirkungen gegeben.

In Wil hatte der HIV-Skandal eine Spitalkrise zur Folge: Mitte 2000 trennte sich das Spital in gegenseitigem Einvernehmen vom Chefarzt, der den ärztlichen Leiter kritisiert und die Familie informiert hatte. Drei Monate später traten der ärztliche Leiter und ein weiterer Chefarzt zurück.

(bert/sda)

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