700 Mio. Euro für Wiederaufbau in Libanon
publiziert: Donnerstag, 31. Aug 2006 / 20:45 Uhr / aktualisiert: Freitag, 1. Sep 2006 / 00:20 Uhr

Stockholm - Die internationale Staatengemeinschaft will Libanon in den nächsten Monaten mit 700 Millionen Euro bei der Beseitigung der schlimmsten Kriegsschäden helfen.

Der schwedische Aussenminister Jan Eliasson.
Der schwedische Aussenminister Jan Eliasson.
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Dies ergab die Geberkonferenz in Stockholm.

Damit seien die zunächst angestrebten 390 Millionen Euro weit übertroffen worden, teilte der schwedische Aussenminister Jan Eliasson mit.

Die Hilfsgelder sollen spätestens bis Dezember für das durch die Angriffe der israelische Streitkräfte stark zerstörte Land bereitstehen.

Schweizer Zusicherung

Die Schweiz war in Stockholm vertreten, will aber erst nach dem Treffen über zusätzliche Mittel entscheiden.

Der Bundesrat hat aber zugesichert, sein Engagement zu verstärken, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Noch während der Kampfhandlungen hatte er fünf Millionen Franken für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) freigegeben.

Bitte um Hilfe

Der libanesische Regierungschef Fuad Siniora hatte zum Auftakt des Treffens von Vertretern von rund 50 Ländern um grosszügige Hilfe gebeten. Der 34-tägige Krieg der israelischen Streitkräfte gegen die Hisbollah-Miliz habe in seinem Land Schäden in Milliardenhöhe an öffentlichen und privaten Einrichtungen verursacht.

Siniora versicherte, Hilfsgelder würden nicht an die radikalislamische Hisbollah gehen: «Dass die Hilfe in der einen oder anderen Art zur Hisbollah umgeleitet wird, ist völlig falsch.»

Wiederaufbau für die Region

Der schwedische Aussenminister Eliasson sagte, von der Konferenz solle das Signal ausgehen, «dass wir ein starkes Libanon wollen». Eliasson sagte weiter, der Wiederaufbau geschehe nicht nur für das libanesische Volk, sondern für die gesamte Region.

Persson wie auch Siniora übten scharfte Kritik an der anhaltenden israelischen See- und Luftblockade Libanons. Israel unterminiere damit die Beseitigung der Kriegsschäden, kritisierte Siniora. Persson verlangte ein sofortiges Ende der «für Libanon demütigenden Blockade».

(bert/sda)

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