7000 Israelis protestieren gegen Siedlungsbau
publiziert: Sonntag, 6. Jun 2010 / 11:20 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 6. Jun 2010 / 12:07 Uhr

Jerusalem - In Israel haben tausende Menschen gegen die Besatzung der Palästinensergebiete demonstriert. Mehr als 7000 jüdische und arabischstämmige Israelis zogen durch das Zentrum von Tel Aviv.

Die Politik von Benjamin Netanjahu findet bei der eigenen Bevölkerung nicht nur Zusimmung. (Archivbild)
Die Politik von Benjamin Netanjahu findet bei der eigenen Bevölkerung nicht nur Zusimmung. (Archivbild)
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Sie folgten damit dem Aufruf von der Anti-Siedlungs-Bewegung Frieden jetzt und anderer linksgerichteter Organisationen anlässlich des 43. Jahrestags des Sechs-Tage-Kriegs 1967. Die Demonstranten schwenkten israelische und palästinensische Flaggen und riefen «Israel, Palästina - zwei Staaten für zwei Völker».

Die Demonstranten wandten sich gegen die Regierung von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, die Israel ruiniere anstatt es zum Frieden zu führen. Sie richteten sich gegen die Erstürmung einer Hilfsflotte für den Gazastreifen durch die israelische Armee, bei der am Montag neun Menschen ums Leben gekommen waren.

Die Demonstranten forderten die Aufhebung der Blockade des von der radikalislamischen Hamas regierten Gazastreifens. Israel müsse Schiffe mit Hilfsgütern in das Palästinensergebiet lassen. Mit der Blockade will die Regierung in Jerusalem das Einschmuggeln von Waffen in den schmalen Küstenstreifen verhindern.

(bert/sda)

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