56 Prozent unterstellen den Medizinern sogar Mogelei
71 Prozent zweifeln an Ärzte-Ratings im Netz
publiziert: Donnerstag, 24. Mrz 2016 / 09:46 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 24. Mrz 2016 / 21:02 Uhr
Viele misstrauen Online-Bewertungen von Ärzten.
Viele misstrauen Online-Bewertungen von Ärzten.

Detroit - Bewertungen im Web geben bei der Wahl von Ärzten oft den Ton an, doch deutlich über zwei Drittel haben Angst vor gefälschten Kritiken.

3 Meldungen im Zusammenhang
Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des C.S. Mott Children's Hospital von der University of Michigan. 56 Prozent unterstellen sogar, dass Mediziner selbst Einfluss auf die Leute nehmen, die ihre Bewertung publizieren.

Ranking gibt Ton an

Gut 70 Prozent der Befragten glauben, dass im Internet zu findende Ärzte-Ratings Fakes sind. Es gebe oftmals viel zu wenige Bewertungen, so dass die Glaubhaftigkeit der wenigen vorhandenen nicht überzeugend sei. «Ratings im Web nehmen in allen Bereichen zu und haben immer mehr Einfluss auch darauf, welche Ärzte gewählt werden», erklärt Studienautor David Hanauer.

Insgesamt gaben rund 33 Prozent der befragten Eltern an, sich im vergangenen Jahr online über die Qualität eines Arzt informiert zu haben. Mütter (36 Prozent) suchen dabei öfter als Väter (22 Prozent) im Web nach Informationen über Mediziner. 87 Prozent hielten die zuvor gelesenen Bewertungen nach ihrem Arztbesuch unterschwellig für zutreffend.

Vorteilhaft für Service-Qualität

Ältere Erziehungsberechtigte stehen den Bewertungen im Internet mehrheitlich kritischer gegenüber als junge Eltern. So misstrauen die Befragten, die bereits älter als 30 Jahre alt waren, zu 71 Prozent Kritiken im Web. Hingegen sind nur 59 Prozent aller jüngeren Eltern besorgt, Fakes auf den Leim zu gehen.

«Bewertungen von Medizinern können dabei helfen, die Beziehung zwischen Patient und Arzt mehr serviceorientiert werden zu lassen. Damit Rating-Seiten im Web aber weitläufiger akzeptiert sind, müssen sich Mediziner stärker in den Prozess einschalten, so dass die Bewertungen letztendlich authentischer werden», erklärt Hanauer abschliessend.

(bg/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Ärzte und Ärztinnen stehen ... mehr lesen
Jeder zweite Spitalarzt gab in einer Umfrage an, meistens oder häufig unter Stress zu leiden. (Symbolbild)
Die neue Internetplattform sucht die nächstgelegenen Spitäler für den Patienten.
Bern - Wer ins Spital muss, hat in ... mehr lesen
Zürich - Seit 2012 werden die ... mehr lesen 2
Fehlentwicklungen durch Fallpauschalen bewegten sich noch in einem «moderaten Mass».
Hypnose und Hypnosetherapie in Baden / Aargau
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere ...
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. mehr lesen 
98 neue, unbekannte und künstliche Rauschmittel  Lissabon - Immer mehr neue Rauschmittel halten Einzug in Europa. Der europäische Drogenmarkt sei «nach wie vor robust», teilte die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) in ihrem am Dienstag in Lissabon veröffentlichten Jahresbericht 2016 mit. mehr lesen  
Die Knochendichte eines Frühchens ist geringer.
Erhöhtes Osteoporose-Risiko  Trondheim - In den letzten Wochen der Schwangerschaft gehört die Weitergabe von Kalzium an den Fötus zur Förderung der Knochenentwicklung zu den wichtigen Vorgängen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 24°C 33°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 22°C 34°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 22°C 30°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen vereinzelte Gewitter
Bern 21°C 32°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 22°C 34°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 21°C 34°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 22°C 34°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten