73 Polizisten droht wegen Gewaltexzessen bei G-8-Gipfel der Prozess
publiziert: Samstag, 13. Sep 2003 / 10:26 Uhr

Rom - Insgesamt 73 Polizisten und leitenden Beamten droht wegen der Gewaltexzesse beim G-8-Gipfel in Genua vor mehr als zwei Jahren der Prozess. Die Staatsanwaltschaft hat nach Medienangaben die Ermittlungen beendet.

Die Polizei ging äusserst gewaltsam auf die meist harmlosen Demonstranten los.
Die Polizei ging äusserst gewaltsam auf die meist harmlosen Demonstranten los.
Die Anklagebehörde wirft den Beamten vor, wehrlose Demonstranten bedroht und verprügelt zu haben. Die Justizbehörden müssen nun über eine Anklageerhebung entscheiden, berichteten italienische Zeitungen.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen stand eine Razzia, welche die Polizei in der Nacht zum 21. Juli 2001 in einer Schule durchgeführt hatte, die Globalisierungskritikern während des Gipfels als Unterkunft diente.

Das Kommando fügte zahlreichen Personen schwere Verletzungen zu. Viele wurden willkürlich abgeführt und teils erst nach Tagen wieder freigelassen.

Am Tag vor der Razzia hatte im Zuge von Ausschreitungen in Genua ein Polizist einen 23-jährigen Italiener erschossen, als dieser einen Feuerlöscher gegen ein Polizeifahrzeug werfen wollte.

(rr/sda)

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