75,7 Prozent wählen Veltroni zum Mitte-Links-Parteichef
publiziert: Montag, 15. Okt 2007 / 11:14 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Okt 2007 / 11:59 Uhr

Rom - Der römische Bürgermeister Walter Veltroni ist mit einem überragenden Ergebnis zum Vorsitzenden von Italiens neuer Mitte-Links-Partei gewählt worden. Gemäss dem offiziellen Ergebnis erhielt er bei den Vorwahlen am Sonntag 75,7 Prozent der Stimmen.

Dreiviertel der dreieinhalb Millionen Italiener wählten Veltroni.
Dreiviertel der dreieinhalb Millionen Italiener wählten Veltroni.
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Damit hängte der 52-jährige Linksdemokrat seine vier Mitkonkurrenten erwartungsgemäss um Längen ab. Die italienischen Zeitungen sprachen am Tag nach der Wahl von einem «Triumph Veltronis» und einer «Lawine» der Zustimmung zur neuen «Partito Democratico» und zu Veltroni.

Die Beteiligung sei massiver gewesen als erwartet, und der römische Bürgermeister habe bei den Vorwahlen schlichtweg abgeräumt. Dreieinhalb Millionen Italiener beteiligten sich nach den Angaben der Organisatoren an dem Urnengang, zu dem alle Einwohner ab 16 Jahren aufgerufen waren.

Italiens Antwort auf die Politikverdrossenheit

Den überraschend starken Andrang zu den Wahllokalen werteten Veltroni und auch Regierungschef Romano Prodi als Antwort der Italiener auf die Politikverdrossenheit. «Wir sind damit schon die erste Partei im Land», sagte der populäre Bürgermeister der Hauptstadt nach dem Wahlsieg.

Die neue Partei, im Kern ein Zusammenschluss der Linksdemokraten (DS) und der Zentrumsbewegung Margherita, soll der starken Zersplitterung der Parteienlandschaft entgegenwirken und die Regierung Prodi stützen.

Der Zusammenschluss der Linkspartei mit der gemässigten Margeritha soll offiziell Ende Monat erfolgen. Ministerpräsident Romano Prodi hatte die Fusion der beiden grössten Mitte-Links-Parteien seit langem vorbereitet.

Um den Parteivorsitz bewarben sich neben Veltroni auch Familienministerin Rosy Bindi (sie erhielt rund 14 Prozent) und der Staatssekretär beim Vorsitz des Ministerrates, Enrico Letta (11 Prozent). Zwei weiteren Kandidaten waren zum vornherein keinerlei Siegchancen eingeräumt worden.

(dl/sda)

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