76 Zivilisten in Westafghanistan getötet
publiziert: Freitag, 22. Aug 2008 / 18:58 Uhr

Kabul - Die US-geführten Truppen in Afghanistan haben nach Angaben Kabuls 76 Menschen bei einem Luftangriff im Westen des Landes getötet. Bei den meisten der zivilen Opfer handle es sich um Frauen und Kinder, teilte das Innenministerium mit.

Die US-geführten Truppen haben 76 Menschen bei einem Luftangriff getötet.
Die US-geführten Truppen haben 76 Menschen bei einem Luftangriff getötet.
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Zudem seien bei dem Vorfall im Bezirk Schindand in der Provinz Herat mehrere Menschen verletzt worden und befänden sich in einem kritischen Zustand.

Nach Einschätzung des Ministeriums handelte es sich um einen «nicht beabsichtigten Unfall». Eine Untersuchung sei eingeleitet worden. Die US-geführten Truppen gaben lediglich an, bei einem Einsatz in der genannten Gegend 30 Taliban-Kämpfer getötet zu haben.

Dem Kampf der internationalen Einheiten gegen die Taliban fallen in Afghanistan immer wieder Zivilisten zum Opfer. Mitte August töteten die so genannten Koalitionstruppen nach eigenen Angaben acht Zivilisten bei einem Einsatz in der zentralafghanischen Provinz Urusgan.

Im Juli wurden bei zwei Luftangriffen der internationalen Truppen insgesamt 64 Zivilisten getötet, die meisten von ihnen Frauen und Kinder, die Gäste einer Hochzeitsgesellschaft waren.

(smw/sda)

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