82 Sturmgewehre gestohlen
publiziert: Montag, 18. Sep 2006 / 12:46 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Sep 2006 / 11:04 Uhr

Marly FR - Aus einer Truppenunterkunft in Marly FR sind über das Wochenende 82 Sturmgewehre, drei Pistolen, zehn Nachtsichtgeräte, drei Infrarot- Pointer und Munition gestohlen worden. Die Untersuchungen sind im Gang.

Die Sturmgewehre seien in der Zivilschutzanlage deponiert worden.
Die Sturmgewehre seien in der Zivilschutzanlage deponiert worden.
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Der Diebstahl wurde nach Angaben der Militärjustiz am frühen Morgen entdeckt. Die Magazinkammern sind gewaltsam aufgebrochen worden. Hinweise auf die Täterschaft oder die Art des Abtransports der Waffen gibt es derzeit keine.

Beim gestohlenen Armeematerial handelt es sich um Truppenmaterial, das über das Wochenende von den Armeeangehörigen nicht mit nach Hause genommen wurde, wie Martin Immenhauser, Informationschef der Militärjustiz, auf Anfrage sagte. Bei den Sturmgewehren handelt es sich um moderne Waffen, um das halbautomatische Sturmgewehr 90.

Verschlüsse auch gestohlen?

Normalerweise werden die Verschlüsse der Waffen herausgenommen und separat aufbewahrt. Es seien keine Verschlüsse in der Unterkunft gefunden worden, sagte der militärische Untersuchungsrichter Yves Amberg in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens vom Abend. Es müsse deshalb davon ausgegangen werden, dass auch die Verschlüsse gestohlen wurden.

Immenhauser kann sich an keinen vergleichbaren Diebstahl in den vergangenen Jahren erinnern.

Gemäss Immenhauser ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass die Täterschaft in der zivilen Bevölkerung zu suchen sei. Die Männer des Wiederholungskurses, die in der Truppenunterkunft untergebracht waren, stünden auf jeden Fall «nicht unter Generalverdacht».

Angeblich keine Gefahr für die Bevölkerung

Laut Immenhauser gibt es keine Hinweise darauf, dass wegen des Diebstahls eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung bestehe.

Die Truppenunterkunft wurde im Rahmen eines Wiederholungskurses von der Kompanie 3 des Führungsunterstützungsbataillons 15 (FU Bat 15) der Logistikbrigade 1 genutzt. Es sei üblich, dass das Armeematerial übers Wochenende in der Unterkunft gut verschlossen deponiert werde, sagte Immenhauser.

Die Untersuchungen werden durch den Untersuchungsrichter in Zusammenarbeit mit der Militär- und der Zivilpolizei geleitet.

(fest/sda)

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