9 eigene Kinder getötet
publiziert: Samstag, 18. Jun 2005 / 08:22 Uhr / aktualisiert: Samstag, 18. Jun 2005 / 08:52 Uhr

Fresno - Ein 58-jähriger Kalifornier ist schuldig gesprochen worden, neun seiner Kinder getötet zu haben.

Das Strafmass soll zu einem späteren Zeitpunkt festgesetzt werden.
Das Strafmass soll zu einem späteren Zeitpunkt festgesetzt werden.
Eine Geschworenenjury in Fresno (US-Staat Kalifornien) befand Marcus Wesson auch schuldig, mehrere Töchter und Nichten missbraucht zu haben. Durch die besonderen Tatumstände droht ihm nun die Todesstrafe. Das Strafmass soll zu einem späteren Zeitpunkt festgesetzt werden. Im März 2004 hatte die Polizei in Wessons Wohnhaus die neun Leichen entdeckt.

Sie waren alle durch jeweils einen Schuss in ein Auge getötet worden und lagen aufgestapelt in einem kleinen Zimmer. Es handelte sich dabei um Wessons 25-jährige Tochter und acht Kinder im Alter von einem bis 17 Jahren. Gemäss den Ermittlungen lebte Wesson als Polygamist, betrieb Inzest und hatte alle Opfer selbst gezeugt.

Strenges Regime in der Familie

Wesson hatte die Taten abgestritten. Die Verteidigung argumentierte, dass die ältere Tochter die Kinder tötete und sich dann selbst das Leben nahm.

Der Mann soll mit mindestens sechs Frauen Nachwuchs gezeugt haben. Die Frauen hätten sich seinen strikten Anordnungen gefügt und für den Lebensunterhalt der Grossfamilie gesorgt.

Wesson war während des Prozesses von einer seiner erwachsenen Töchter in Schutz genommen worden. Kiani Wesson bezeichnete den sexuellen Kontakt zwischen Vater und Tochter als unbedenklich. Die Staatsanwaltschaft sah darin einen Beweis für den starken Einfluss, den der Mann über die weiblichen Familienmitglieder ausübte.

(rp/sda)

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