AC Milan erneut zu stark für Bayern
publiziert: Mittwoch, 11. Apr 2007 / 23:02 Uhr

Bayern München half die gute Ausgangslage im Rückspiel der Champions League gegen die AC Milan nicht. Die Italiener korrigierten das 2:2 aus dem Hinspiel mit einem 2:0-Erfolg in der Allianz Arena. Im Halbfinal trifft Milan auf Manchester United.

Die Bayern fanden kein Mittel gegen die abwehrstarken Mailänder. (Bild: Hasan Salihamidzic)
Die Bayern fanden kein Mittel gegen die abwehrstarken Mailänder. (Bild: Hasan Salihamidzic)
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Die Mailänder, die im zehnten Vergleich mit dem deutschen FCB den sechsten Sieg (bei drei Unentschieden) feierten, nutzten zwei Unaufmerksamkeiten in Bayerns Abwehrverbund innert vier Minuten in der ersten Halbzeit eiskalt aus.

Lukas Podolski verlor nach einem schlechten Zuspiel im Mittelfeld den Ball an Alessandro Nesta, und am Ende der kurzen, schnellen Ballstafette war Clarence Seedorf, der mit einer kurzen Körpertäuschung den widerholt hüftsteif wirkenden Daniel van Buyten versetzte und aus 16 Metern traf.

Nur vier Minuten später lancierte Seedorf mit dem Rücken zum Tor und elegant mit dem Absatz den allerdings aus einer Offside-Position gestarteten Filippo Inzaghi, der von der Strafraum-Grenze ohne Mühe das 2:0 und sein sechstes Tor insgesamt gegen die Bayern erzielte.

Schwache Bayern-Innenverteidigung

Wäre Inzaghi vor der Pause nach einem idealen Zuspiel Kakas zielstrebiger gewesen, das Verdikt zum Seitenwechsel wäre noch eindeutiger und die erste Heimniederlage der Bayern in der Champions League seit November 2004 (gegen Juventus) schon nach 45 Minuten Tatsache gewesen.

Statt (fast) alleine aufs Tor zu stürmen, wollte Inzaghi jedoch noch einmal seinen brasilianischen Teamkollegen einsetzen und nahm so den Schwung aus dem Angriff.

Im besonderen die beiden Innenverteidiger Bayerns offenbarten grosse Schwächen. Lucio und van Buyten, der im Hinspiel als Doppeltorschütze noch gefeierter Held an der Säbener Strasse war, liessen sich zu häufig und zu leicht düpieren.

Klares Verdikt des Kaisers

Die Einschätzung von Franz Beckenbauer, Bayern Münchens Lichtgestalt und Chefkritiker, war in der Pause entsprechend noch deutlicher als Resultat.

«Zwei Tore durch die Mitte dürfen uns nicht passieren - weder in der Bundesliga noch in der Champions League», sagte der Kaiser auf dem Pay-TV-Sender «Premiere» und hoffte für die zweite Halbzeit auf «alle Glücksgötter des Universums».

Ottmar Hitzfeld schickte zwar nach dem Seitenwechsel mit Roque Santa Cruz einen dritten Stürmer aufs Feld. Weil sich die Mailänder jedoch - wie erwartet - weit zurückzog, wurden die Räume im Sturm für die Bayern noch enger.

Routinierte Abwehrreihe

Die Angriffswellen der Münchner endeten zumeist an der Strafraumgrenze, einzig mit Distanzschüssen forderten die Münchner Keeper Dida.

Vielmehr hatten die Gäste durch Kaka, der sich gegen Christian Lell und gegen van Buyten wie gegen Junioren durchsetzte, die grösste Chance (65.). Nur selten verlor die routinierte Abwehrreihe der Mailänder mit dem bald 39-jährigen Paolo Maldini die Übersicht.

Gleichwohl werden Alex Ferguson, Trainer von Milans Halbfinal-Gegner AC Milan, als interessiertem Zuschauer die Probleme der Italiener kaum entgangen sein, wenn die Münchner ihre Angrifffe schnell und zielstrebig (aber nur selten mit der nötigen Präzision) vortrugen.

Bayern zu Beginn noch stark

Zu Beginn deutete nichts auf eine weitere schwere Niederlage der Münchner gegen ihren Angstgegner AC Milan hin.

Lells nicht richtig getroffene und deshalb gefährliche Volleyabnahme rettete Massimo Oddo auf der Torlinie (8.), und drei Minuten später scheiterte Podolski an Milans Keeper Dida. Dies blieben jedoch bis kurz vor dem Seitenwechsel, erneut durch Podolski, die letzten Torchancen der Münchner; dazwischen nahmen die Gäste zusehends Fahrt auf.

Immer wieder legten die Mailänder mit hohen, gefühlvollen Flanken in den Strafraum die Schwächen des Heimteams offen. Schon im Hinspiel hatten die Italiener durch Andrea Pirlo auf diese Weise das 1:0 erzielt. Im Rückspiel war Inzaghi in der 9. Minute durch ein solches Steilzuspiel erstmals gefährlich.

Bayern München - AC Milan 0:2 (0:2)
Allianz-Arena. -- 66'000 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Mejuto (Sp). -- Tore: 27. Seedorf 0:1. 31. Inzaghi 0:2.

Bayern München: Kahn; Salihamidzic, Lucio, van Buyten, Lahm; Ottl (46. Santa Cruz), Hargreaves, van Bommel, Lell (77. Görlitz); Makaay (61. Pizarro), Podolski.

AC Milan: Dida; Oddo, Nesta, Maldini, Jankulovski; Gattuso (87. Cafu), Pirlo, Ambrosini, Seedorf (80. Gourcuff); Kaka; Inzaghi (70. Serginho).

Bemerkungen: Bayern München ohne Schweinsteiger, Demichelis und Sagnol (alle verletzt), Milan ohne Gilardino (gesperrt) und Ronaldo (nicht spielberechtigt). -- Verwarnungen: 47. van Bommel (Foul/im nächsten Spiel gesperrt), 63. Salihamidzic (Unsportlichkeit).

(rr/Si)

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