Aachen, der CHIO der Superlative
publiziert: Mittwoch, 4. Jul 2007 / 00:18 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 4. Jul 2007 / 00:39 Uhr

Der 70. CHIO Aachen in dieser Woche bricht alle Rekorde. Erstmals werden im Mekka des Pferdesports fünf Disziplinen ausgetragen. Das Budget wurde um 700 000 auf 10,2 Millionen Euro erhöht. 1,55 Millionen Euro werden an Preisgeld ausgeschüttet.

Beim 70. CHIO Aachen werden 1,55 Millionen Euro an Preisgeld ausgeschüttet.
Beim 70. CHIO Aachen werden 1,55 Millionen Euro an Preisgeld ausgeschüttet.
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Nach dem Erfolg an der WM im Vorjahr ergänzen die Vielseitigkeit (früher Military) und das Voltigieren die Spring-, Dressur- und Fahrwettbewerbe. An sechs Tagen werden 253 Sportler aus 23 Ländern mit 441 Pferden am grössten und bestdotierten Reitturnier der Welt teilnehmen.

Nationenpreis unter Flutlicht

Die auffälligste Neuerung ist indes die Verlegung des mit 150 000 Euro dotierten Nationenpreises der Springreiter, dem fünften Teamwettkampf in der Super League, vom Freitagnachmittag auf den Donnerstagabend. Nach dem Grosserfolg an der WM mit Flutlichtveranstaltungen soll nun auch der prestigeträchtige Mannschaftswettbewerb «Gänsehaut-Feeling wie an der WM rüberbringen», wie sich Frank Kempermann, der Sportdirektor des CHIO Aachen, ausdrückte.

Verständlich, dass bei solch idealen Voraussetzungen in allen fünf Disziplinen die Besten der Besten präsent sein werden. Bei den Springreitern sind die von Markus Fuchs angeführten Top-Ten-Reiter ebenso vollzählig anwesend wie die WM-Medaillengewinner des Vorjahres, Jos Lansink (Be), Beezie Madden (USA) und Meredith Michaels-Beerbaum (De). Für sämtliche Nationen ist Aachen die Hauptprobe für die Europameisterschaften von Mitte August in Mannheim, auch wenn die EM nicht auf Rasen, sondern auf Sandboden ausgetragen wird.

Kein Stechen um einen EM-Platz

«Aachen wird für uns aber nicht ein Stechen für einen EM-Teamplatz sein», betont der Schweizer Equipenchef Rolf Grass. «Wohl streben wir ein erstklassiges Teamresultat an, einen Platz in der ersten Hälfte. Ich habe aber bis Mitte Juli Zeit, das EM-Quartett und das Ersatzpaar zu nominieren.» Der Vorschlag von Grass wird nicht nur auf Aachen abstellen, sondern auch die bisherigen Saisonresultate, die generelle Klasse und die Erfahrung der Paare berücksichtigen.

Gesundheit vorausgesetzt, sind drei EM-Paare gesetzt. Der Weltranglisten-Erste Markus Fuchs mit Nirmette, die EM-Zweite Christina Liebherr mit No Mercy und Weltcupsieger Beat Mändli mit Ideo du Thot, der in Aachen aber fehlen wird. Sein Franzose, über dessen Klasse keine Zweifel bestehen, soll nicht überforciert werden. Er wird sich im Juli an den Turnieren in Estoril und La Coruña für die EM aufbauen. Um den vierten EM-Platz messen sich Werner Muff mit Plot Blue, der WM-Zehnte Niklaus Schurtenberger mit Cantus und Pius Schwizer mit der erst neunjährigen Nobless. Die besten Karten besitzt zweifelsohne Werner Muff, der in St. Gallen im Nationenpreis und im GP zu überzeugen vermochte.

Markus Fuchs als Zuschauer?

Es ist durchaus denkbar, dass Markus Fuchs im Nationenpreis am Donnerstag zuschauen wird. Da er als GP-Sieger von St. Gallen mit Nirmette für den Grossen Preis von Aachen gesetzt ist und er ohnehin einen Start mit seinem Zweitpferd La Toya erwägt, könnte die Schweizer Equipe zwecks direkten Kräftemessen so aussehen: Christina Liebherr mit No Mercy, Niklaus Schurtenberger mit Cantus, Werner Muff mit Plot Blue und Pius Schwizer mit Nobless.

Im Vorjahr klassierte sich die Schweiz am CHIO Aachen als Vierte nach einer eher verpatzten ersten Runde; an den WM erreichte die Equipe Rang 5 und die Olympiaqualifikation.

Dressurreiter nur zu zweit

Nur mit zwei Konkurrenten sind die Schweizer Dressurreiter in der Soers vertreten. Das Hauptaugenmerk wird auf Silvia Iklé mit Salieri gerichtet sein, die letztes Jahr in Aachen als Fünfte in der GP-Kür mit einem ausdrucksstarken Ritt verblüffte. Sie wird von Schweizer Meister Christian Pläge mit Regent begleitet. Auf die Nomierung weiterer Paare wurde verzichtet. Equipenchef Peter von Grebel: «Marie-Line Wettstein hat gesundheitliche Probleme. Marcela Krinkes Corinth ist nach einer Wettkampfpause erst wieder im Aufbautraining, und Birgit Pläges Sappalot ist nicht ganz fit.» Zuletzt fiel auch noch Romario, der 15-jährige Westfale von Veronika Marthaler (Neftenbach), wegen einer Hufentzündung aus.

Nach ihrer Babypause sitzt die holländische Kür-Weltmeisterin Anky van Grunsven wieder im Sattel und fordert ihre deutsche Erzrivalin, Doppel-Weltmeisterin Isabell Werth, erneut zum grossen Duell in der Hohen Schule.

Comeback von Werner Ulrich

Nachdem der Werner Ulrich wegen einer Diskushernie-Operation an den WM in Aachen fehlte, führt der Berner Routinier das Schweizer Fahrer-Trio der Viererzüge wieder an, das durch den bewährten Daniel Würgler und erstmals durch Hansheiri Weiss aus Mettmenstetten ergänzt wird. Die Bernerin Tiziana Realini tritt als Schweizer Solistin in der Vielseitigkeit an; die WM-Vierten aus St. Gallen in der Gruppe und vier Einzel-Wettkämpfer vertreten die Schweiz im Voltigieren.

(Peter Wyrsch, Aachen/Si)

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