Aargauer Regierung bleibt politische Patchwork-Familie
publiziert: Sonntag, 21. Okt 2012 / 13:38 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 21. Okt 2012 / 19:12 Uhr
Regierungsgebäude in Aarau, Sitz der Aargauer Kantonsregierung.
Regierungsgebäude in Aarau, Sitz der Aargauer Kantonsregierung.

Aarau - Das Aargauer Volk setzt bei der Kantonsregierung auf Kontinuität. Die Wähler haben am Sonntag die bisherigen Regierungsräte von SVP, CVP, SP und Grüne bestätigt. Die FDP verteidigte ihren freiwerdenden Sitz. Die SVP scheiterte, einen zweiten Sitz auf Kosten der Grünen zu erobern.

1 Meldung im Zusammenhang
Damit ist die Aargauer Regierung wie in den vergangenen vier Jahren eine politische Patchwork-Familie: Der Exekutive gehören je ein Vertreter von SVP, FDP, CVP, SP und Grüne an. Die Wahlbeteiligung betrug 31,79 Prozent.

Das beste Wahlergebnis erzielte Finanzdirektor Roland Brogli (CVP). Bei einem absoluten Mehr von 51'409 Stimmen gewann Brogli 92'645 Stimmen. Der 61-Jährige gehört seit 2001 der Regierung an und ist das amtsälteste Exekutivmitglied.

Klar bestätigte das Volk auch Bildungsdirektor Alex Hürzeler (SVP) und Justizdirektor Urs Hofmann (SP). Hürzeler erhielt 88'845 Stimmen, Hofmann 87'542 Stimmen. Die beiden Regierungsräte werteten das gute Resultat als Anerkennung ihrer bisherigen Arbeit.

Grüne Frau bleibt in Regierung

Die Wiederwahl im ersten Anlauf schaffte ebenfalls Frau Landammann und Gesundheitsdirektorin Susanne Hochuli (Grüne). Sie erhielt 73'359 Stimmen. Damit erreichte die ehemalige Bio-Bäuerin und Reitlehrerin den fünften Platz. Hochuli, Hürzeler und Hofmann hatten sich der ersten Wiederwahl gestellt.

Hochuli ist erst die zweite Frau in der kantonalen Exekutive. Im Jahre 2000 war Stéphanie Mörikofer (FDP) nach achtjähriger Amtszeit abgewählt worden.

Neu in die Regierung zieht für die FDP der Badener Stadtammann Stephan Attiger ein. Der 45-jährige Grossrat machte auf Anhieb das viertbeste Resultat. Er gewann 75'336 Stimmen. Attiger ersetzt den abtretenden Baudirektor Peter C. Beyeler (FDP).

Ohne Chancen blieb die SVP, die auf Kosten der Grünen einen zweiten Sitz in der Regierung erobern wollte. Grossrat und Kantonalpräsident Thomas Burgherr erhielt 49'385 Stimmen. Er verpasste das absolute Mehr um 2024 Stimmen.

Kaum einen Einfluss auf den Ausgang der Wahl hatten die drei Aussenseiterkandidaten. Grossrat Samuel Schmid von der Sozial-liberalen Bewegung erhielt 15'021 Stimmen, Grossrat René Kunz von den Schweizer Demokraten 12'880 Stimmen und Pius Lischer 7465 Stimmen.

Grossratswahlen: CVP und Grüne verlieren

Bei den gleichzeitig stattfindenden Grossratswahlen haben derweil CVP und Grüne Sitze verloren. Zulegen konnten hingegen FDP, Grünliberale und BDP.

Die SVP bleibt stärkste Partei und hält ihre 45 Sitze. Auch SP und EVP bleiben stabil. Nicht mehr im Parlament sind SD und SLB. Die Wahlhürde geschafft hat hingegen die EDU.

Bei einer Wahlbeteiligung von 31,9 Prozent verlor die CVP zwei Sitze und hat noch 19 Mandate. Die CVP wurde dabei von der FDP überholt, die zwei Sitze gewann und neu 22 Grossratsmitglieder stellt. Ebenfalls zulegt haben die Grünliberalen (+3) und die BDP (+2).

Die SP konnte ihre 22 Sitze halten, die EVP ihre sechs Sitze ebenfalls. Die Grünen verloren drei Sitze und haben noch 10 Mandate. Die SVP bleibt mit 45 Sitzen klar stärkste Partei.

Nicht mehr im Grossen Rat vertreten sind die Sozial-Liberale Bewegung (SLB) und die Schweizer Demokraten (SD), die an der Wahlhürde scheiterten. Auch die Piratenpartei Schweiz blieb chancenlos.

Die erstmals zu überwindende Wahlhürde geschafft hat hingegen die Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU). Die Parteien mussten ein Quorum von fünf Prozent in einem Bezirk oder drei Prozent im gesamten Kanton schaffen.

 

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Aarau - Die Aargauer Wählerinnen und Wähler bestimmen heute Sonntag die politische Zusammensetzung von Regierung ... mehr lesen
Die FDP will den einzigen frei werdenden Sitz in der Kantonsexekutive mit Stephan Attiger, Grossrat und Stadtmann von Baden, verteidigen.
Neuverhandlungen abgelehnt
Neuverhandlungen abgelehnt
Schweiz - EU  Bern - Die EU will das Abkommen zur Personenfreizügigkeit definitiv nicht neu verhandeln. Die EU-Botschafter haben am Donnerstag eine entsprechende Erklärung an Bundesrat Didier Burkhalter diskussionslos und einstimmig verabschiedet. 
Informiert durch Abstimmung  Bern - Im Mai beschloss das Stimmvolk mit grosser Mehrheit, dass Pädophile nie mehr mit ...
Viele Pädophile haben erst durch die Medienberichte erfahren, dass es Therapiemöglichkeiten gibt.
Kinder-Sexroboter soll Pädophile heilen Sogenannte «Sexbots» sollen zur therapeutischen Behandlung von Pädophilen eingesetzt werden - zumindest wenn es ...
Triebabfuhr Maschine
Titel Forum Teaser
  • jorian aus Dulliken 1463
    Wundert mich nicht! Die EU ist keine Demokratie. Dies hat ja nichts damit zu tun ob man ... heute 08:04
  • kubra aus Port Arthur 2997
    Moment Ein auf ewig unkündbarer Vertrag ist sittenwidrig, ungültig per se und ... gestern 22:01
  • BigBrother aus Arisdorf 1443
    zur Freude der SP und der GSoA Wer ist ’die Mitte’ bzw. der ’Mitte’-Wähler? Die sogenannte ’Mitte’ ... Mi, 23.07.14 11:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2319
    Israel... kann beruhigt sein, denn immer mehr Menschen durchschauen die ... So, 20.07.14 09:13
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2319
    Dunkel "Wenn die Initiative angenommen würde, träfe dies also alle – «auch ... Mi, 16.07.14 12:52
  • keinschaf aus Wladiwostok 2501
    Höhere Fachschulen oder Fachhochschulen? Das ist ein Unterschied: "höhere Fachschulen (HF)" sind keine ... Mi, 16.07.14 07:15
  • dennisteichmann aus Basel 1
    Übersicht zu Regelungen Alle relevanten Regelungen zu Anstellungen im Privathaushalt findet ... Mo, 14.07.14 23:14
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2319
    Die... sozialen Verwerfungen in Afrika, Nahost etc. haben zu tun mit dem ... Mo, 14.07.14 17:27
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 13°C 21°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Basel 10°C 22°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
St.Gallen 16°C 25°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Bern 14°C 27°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Luzern 14°C 26°C leicht bewölkt, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Genf 14°C 28°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Lugano 17°C 26°C bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten