Aargauer Volk stimmt der Reform «Stärkung der Volksschule» zu
publiziert: Sonntag, 11. Mrz 2012 / 13:53 Uhr
Die Primarschule wird im Aargau um ein Jahr auf sechs Jahre verlängert, die Oberstufe dafür um ein Jahr auf drei Jahre verkürzt.
Die Primarschule wird im Aargau um ein Jahr auf sechs Jahre verlängert, die Oberstufe dafür um ein Jahr auf drei Jahre verkürzt.

Aarau - Der Kanton Aargau passt seine Volksschule der Schulstruktur der übrigen Schweiz an. Das Volk hat am Sonntag mit einer Ja-Stimmenmehrheit von 78,62 Prozent das Reformpaket «Stärkung der Volksschule» gutgeheissen. Die Primarschule wird auch im Aargau sechs Jahre dauern.

4 Meldungen im Zusammenhang
Für das revidierte Schulgesetz stimmten 111'646 Personen, dagegen 30'369. Die Stimmbeteiligung lag bei 37,47 Prozent. Das Volk stimmte auch der notwendigen Änderung der Kantonsverfassung mit 113'268 Ja- gegen 28'627 Nein-Stimmen zu.

Die Primarschule wird im Aargau um ein Jahr auf sechs Jahre verlängert, die Oberstufe dafür um ein Jahr auf drei Jahre verkürzt. Der Aargau ist - neben dem Sonderfall Tessin - der einzige Kanton, der noch fünf Jahre Primarschule und vier Jahre Oberstufe kennt.

Der Kindergarten wird obligatorisch und zwei Jahre dauern. Die Reform erfüllt weitgehend die Vorgaben der interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (HarmoS-Konkordat).

Auf der Oberstufe bleiben die Real-, Sekundar- und Bezirksschule erhalten. Die Umsetzung der Reform ist auf Beginn des Schuljahres 2014/15 geplant und soll im Jahr 2017 abgeschlossen sein.

Im Mai 2009 hatte das Volk die fünf Vorlagen der weitreichenden Schulreform «Bildungskleeblatt» verworfen. Die Regierung arbeitete eine neue Vorlage aus, suchte den Kompromiss und holte die SVP mit ins Boot. Diese hatte die erste Reform zu Fall gebracht.

Familiengerichte geplant

Klar stimmte der Souverän zwei weiteren Änderungen der Verfassung zu. Diese schaffen die Grundlage für die sogenannte Justizreform sowie für die Umsetzung der Bundesvorgaben beim Kindes- und Erwachsenenschutzrecht. Im Aargau werden ein Justizgericht sowie Familiengerichte geschaffen.

Die Verfassungsänderung für die Justizreform wurde mit 115'095 zu 21'566 Stimmen, die Änderung für die Umsetzung des Kindes- und Erwachsenenschutzrechtes mit 118'848 zu 20'078 Stimmen gutgeheissen.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Luzern - Für die Volksschulen der 21 deutschsprachigen Kantonen soll künftig ein gemeinsamer Lehrplan gelten. Die ... mehr lesen
Der Lehrplan gilt voraussichtlich ab Herbst 2014.
Die FDP will den einzigen frei werdenden Sitz in der Kantonsexekutive mit Stephan Attiger, Grossrat und Stadtmann von Baden, verteidigen.
Aarau - Die Aargauer Wählerinnen und Wähler bestimmen heute Sonntag die politische Zusammensetzung von Regierung ... mehr lesen
Bern - Im Kanton St. Gallen will ein parteiunabhängiges Bürgerkomitee das Referendum gegen den Beitritt zum ... mehr lesen
Gemäss HarmoS würde der Besuch des Kindergartens ab dem 4. Lebensjahr obligatorisch werden.
70 Prozent der Befragten würden den Beruf wieder ergreifen.
Bern - Die Schweizer Lehrerinnen und Lehrer sind mit ihrem Beruf generell ... mehr lesen
Angelina Moser, GLP
Angelina Moser, GLP
Wahlen 2015  Bern - Bei den Parlamentswahlen 2015 will die Grünliberale Partei (GLP) ihren Wähleranteil steigern und Sitze dazugewinnen. Konkrete Zahlen nennt Fraktionschefin Tiana Angelina Moser noch nicht, gibt aber bekannt, dass die Partei in der Westschweiz Wachstumspotenzial sehe. 
Medien  Bern - Der Wegzug des Erdölkonzerns Weatherford aus der Schweiz stehe im Zusammenhang mit der ...  
SRG-Ombudsmann: Radio SRF suggerierte in einer Sendung im April eindeutig, «dass der Schweiz durch die Annahme der Zuwanderungsinitiative erhebliche Verluste an Arbeitsplätzen entstehen», was als irreführend anzusehen sei. (Symbolbild)
«Das Fernsehen hat ein Quotenproblem» Chur/Zürich - SRF-Chefredaktor Tristan Brenn sieht die Medienlandschaft derzeit als «eine grosse Baustelle». Das ...
Tristan Brenn sagte, dass die Angebotsseite durch das Internet explodiert ist.(Archivbild)
SVP-Nationalrat und Titularprofessor Christoph Mörgeli wirft den «Rundschau»-Machern Ehrverletzung, üble Nachrede und Verleumdung vor.
Mörgeli zeigt drei «Rundschau»-Journalisten an Zürich - SVP-Nationalrat und Titularprofessor Christoph Mörgeli wehrt sich weiter gegen einen Beitrag der «Rundschau» über ... 3
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2316
    Israel... kann beruhigt sein, denn immer mehr Menschen durchschauen die ... So, 20.07.14 09:13
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2316
    Dunkel "Wenn die Initiative angenommen würde, träfe dies also alle – «auch ... Mi, 16.07.14 12:52
  • keinschaf aus Wladiwostok 2489
    Höhere Fachschulen oder Fachhochschulen? Das ist ein Unterschied: "höhere Fachschulen (HF)" sind keine ... Mi, 16.07.14 07:15
  • dennisteichmann aus Basel 1
    Übersicht zu Regelungen Alle relevanten Regelungen zu Anstellungen im Privathaushalt findet ... Mo, 14.07.14 23:14
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2316
    Die... sozialen Verwerfungen in Afrika, Nahost etc. haben zu tun mit dem ... Mo, 14.07.14 17:27
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2316
    Schutz "Die schwangere Syrerin hatte zu einer Gruppe von 36 Flüchtlingen aus ... Mo, 14.07.14 16:54
  • jorian aus Dulliken 1462
    Eveline Widmer-Schlumpf ........ ...... will noch mehr Staat! Mo, 14.07.14 03:26
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2316
    Es... sollte in der CH Standard werden, dass jene CH-Bürger, die angebliche ... So, 13.07.14 15:21
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 13°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Basel 13°C 21°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 14°C 22°C leicht bewölkt leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Bern 15°C 25°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 16°C 25°C leicht bewölkt leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Genf 16°C 25°C leicht bewölkt leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Lugano 17°C 27°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten