Ab Herbst neue Piktogramme in Schweizer Zügen
publiziert: Sonntag, 31. Aug 2008 / 12:42 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 31. Aug 2008 / 14:29 Uhr

Bern - Nachdem sich Klagen von Kunden - besonders der ersten Klasse - häufen, startet die SBB eine Offensive für mehr Ordnung in den Zügen. Ab Herbst wird eine Benutzerordnung gegen störende Fahrgäste in Form von Piktogrammen in den Zügen ausgehängt.

Die SBB will mehr Ordnung in den Zügen. (Symbolbild)
Die SBB will mehr Ordnung in den Zügen. (Symbolbild)
«Wir wollen die Kunden auf gewisse Regeln aufmerksam machen», bestätigte SBB-Pressechef Danni Härry einen Bericht der «NZZ am Sonntag». Es gebe nämlich zunehmend mehr Klagen über «eine gewisse Verwahrlosung» in den Zügen, wie etwa die Platzierung der Schuhe auf den Sitzflächen.

Es häuften sich auch Klagen von Erste-Klasse-Passagieren - die schliesslich für gewisse Leistungen mehr bezahlten -, dass Leute mit Billetten zweiter Klasse sich nicht an die Regeln hielten. Die Piktogramme weisen darauf hin, dass nur in der ersten Klasse fahren darf, wer ein Erste-Klasse-Billett hat.

Aufgeführt sind ausserdem das Rauchverbot, das Verbot von Sachbeschädigungen, von musikalischer Belästigung und von Schuhen auf den Sitzen. Bei Zuwiderhandlungen droht die SBB mit Transportausschluss, Schadenersatzforderungen und Strafverfolgung.

(tri/sda)

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Gesetze
Das Problem sehe ich weniger bei zu laschen Gesetzten, sondern vielmehr bei der Anwendung der Gesetze. Potenzielle Verstösse gegen Gesetze müssen erstmal bei den zuständigen Behörden gemeldet und dann von Diesen eindeutig geklärt werden können. Kann man einem Menschen einen Gesetzesverstoss nicht eindeutig beweisen, so dürfen auch keine rechtlichen Sanktionen gegen ihn erfolgen. Und das ist gut so!

Gerade aber solche Gesetzesverstösse wie die, welche Sie anführen, sind sehr oft schlicht nicht eindeutig beweisbar und müssen daher ohne rechtliche Konsequenzen bleiben. Dabei muss es Jedem klar sein, das eine einzelne Aussage wohl ein Indiz sein, aber - da Recht von am Geschehenen Unbeteiligten gesprochen wird - niemals Beweiskraft haben kann und darf.

Dass mag wohl des Öfteren das eigene Gerechtigkeitsempfinden stören, ist aber der Preis dafür, eine Situation nicht selbst für sich befriedigend lösen zu können und daher - bis dahin unbeteiligte - Dritte einschalten zu wollen, welche die Situation klären sollen.

Ich erlebe immer wieder Menschen die Andere in einer Art und Weise zurechtweisen, welche nahe legt anzunehmen, dass sie sich durch die Macht des Gesetzes gedeckt fühlen und deshalb harsch, fordernd, anklagend auftreten. Ein solches Auftreten führt aber meist nur dann zum Erfolg, wenn einem die entsprechenden Machtmittel auch sofort zur Verfügung stehen. Ansonsten trägt ein solches Auftreten meist zur Eskalation des Konflikts bei.
Die Macht des Gesetzes steht aber meist erst im Nachhinein zur Verfügung.

Wer versucht einen Nagel in eine Wand zu schlagen, weil er um das Werkzeug Hammer weiss, aber ihn nicht gerade zur Verfügung hat, muss sich nicht wundern, wenn im danach die Hand weh tut.
Warum die erwähnte Verwahrlosung?
Wer wagt heute noch einen Vandalen (Beschmutzer, Zerstörer, unflätiges Benehmen usw. ) zurechtzuweisen, wenn man stets mit Beschimpfungen übelster Art oder gar mit Gewalt rechnen muss? Warum ist das so? Weil man von Seiten des Gesetzgebers keine Unterstützung erwarten kann und dies deshalb, weil unsere Gesetze zu large sind. Zudem werden die meisten negativen Vorfälle im Nachhinein von Seiten der Behörden und Journalisten meistens beschönigt um unangenehme Arbeiten unter den Tisch zu kehren.
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