Abbas bittet um weitere EU-Hilfe
publiziert: Mittwoch, 2. Mrz 2005 / 17:24 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 2. Mrz 2005 / 17:50 Uhr

Brüssel/Ramallah - Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat die Europäische Union um weitere politische und wirtschaftliche Hilfe gebeten. Zugleich forderte er Zuversicht bei einem neuen Anlauf im Nahost-Friedensprozess.

Abbas forderte die EU auf, eine noch politischere Rolle im Friedensprozess zu spielen.
Abbas forderte die EU auf, eine noch politischere Rolle im Friedensprozess zu spielen.
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Wir sprechen jetzt über eine neue Ära des Friedens und der Hoffnung, sagte er nach einem Gespräch mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Wir sollten optimistisch sein. Wir müssen optimistisch sein.

Barroso hatte zuvor ebenso wie der EU-Repräsentant für die gemeinsame Aussen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, im Gespräch mit Abbas die Unterstützung der Union bei der Forderung der Palästinenser nach einem eigenen und lebensfähigen Staat wiederholt.

Fühlbare Zeichen

Die EU will in diesem Jahr bis zu 385 Mio. Franken zur Unterstützung von Projekten der Palästinenserbehörde ausgeben. Es ist wichtig, dass die palästinensische Bevölkerung fühlbare Zeichen der Solidarität und der Verbesserung der Lebensbedingungen spürt, sagte Barroso.

Die EU steht hinter dem palästinensischen Volk beim Versuch, den Traum von einem eigenen Staat zu verwirklichen, sagte Solana. Die Unterstützung gelte unter anderem für den Aufbau eigener Regierungs- und Verwaltungsstrukturen, für Sicherheitsfragen und für die Organisation der kommenden Parlamentswahl. Wir werden bei Ihnen sein, bis wir am Ende der Road Map angekommen sind, sagte Solana zu Abbas.

Politische Rolle

Abbas forderte die EU auf, eine noch politischere Rolle im Friedensprozess zu spielen. Die Union als wichtigster Geldgeber der Palästinenserbehörde könne eine noch wichtigere Rolle innerhalb des Quartetts übernehmen.

Jede politische Hilfe der EU ist uns willkommen. Abbas bekräftigte, er sei vom Verlauf der internationalen Konferenz in London, bei der Israel nicht vertreten war, nicht enttäuscht: Bei dieser Konferenz ging es nur um Hilfe für die Palästinenser. Dies war doch keine Verhandlungsrunde.

(bert/sda)

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