Abbas ruft zum Ende der Gewalt auf
publiziert: Mittwoch, 15. Dez 2004 / 07:47 Uhr

Washington - Die USA haben den Aufruf von PLO-Chef Machmud Abbas zu einem Ende des gewaltsamen Aufstandes gegen Israel begrüsst.

Mahmud Abbas gilt als potenzieller Nachfolger von Jassir Arafat.
Mahmud Abbas gilt als potenzieller Nachfolger von Jassir Arafat.
Ein Ende der Gewalt und der Kampf gegen den Terrorismus seien entscheidend, um beim Aufbau von Institutionen für einen lebensfähigen Palästinenserstaat voranzukommen, sagte der Sprecher von US-Präsident George W. Bush, Scott McClellan, in Washington.

Abbas hatte in einem zuvor veröffentlichten Interview mit der in London erscheinenden arabischen Tageszeitung Asharq Al-Awsat die Anwendung von Waffengewalt als schädlich bezeichnet. Er plädierte für eine Fortsetzung der Intifada ohne Waffen.

Topfavorit für Nachfolge von Arafat

Abbas gilt als Favorit für die palästinensische Präsidentschaftswahl am 9. Januar. Er war nach dem Tod des palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat an die Spitze der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) gewählt worden.

Im Gazastreifen wurden ein palästinensischer Polizist und eine thailändische Angestellte in einer jüdischen Siedlung getötet. Zwei weitere Polizisten und ein neunjähriges Kind wurden von israelischen Kugeln verletzt, wie palästinensische Spitalmitarbeiter mitteilten.

Die Soldaten hätten in Rafah im Süden des Gazastreifens auf drei Verdächtige gefeuert, verlautete aus israelischen Militärkreisen. Die Thailänderin in der Siedlung Ganai Tal sei von Mörsergranaten getötet worden. Zwei weitere Thailänder wurden verletzt. Für den Angriff übernahm die radikalislamische Organisation Hamas die Verantwortung.

(rp/sda)

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