Abfallerzeuger müssen Chemiedeponie-Sanierung in Bonfol mittragen
publiziert: Montag, 13. Jan 2003 / 14:36 Uhr

Bern - Abfallerzeuger können als Verursacher von Deponie-Altlasten zur Kasse gebeten werden. Das zeigt ein Rechtsgutachten im Auftrag des BUWAL. Aktuell ist das Thema im Zuge der Sanierung der Chemiedeponie in Bonfol JU.

Chemiemülldeponie Bonfol.
Chemiemülldeponie Bonfol.
1 Meldung im Zusammenhang
Im Bereich der Altlastensanierung gilt das Verursacherprinzip: Ein Verursacher ist gemäss Umweltschutzgesetz grundsätzlich kostentragungspflichtig, wie das Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) in einer Mitteilung in Erinnerung ruft.

Ziel des Gutachtens war es, abzuklären, welche Personen (Deponiebetreiber, Deponieeigentümer, Abfallerzeuger oder Abfallentsorger) als Verursacher von Deponiealtlasten gelten und wie die Kosten grundsätzlich zu verteilen sind.

In seinem Gutachten kommt der Berner Professor Pierre Tschannen zum Schluss, dass zwar der Deponiebetreiber bei der Sanierung einer Deponie in der Regel den höchsten Kostenanteil tragen muss - er ist der Verursacher gemäss Umweltschutzgesetz. Aber auch die Abfallerzeuger könnten zur Kasse gebeten werden.

Dabei spiele es keine Rolle, ob er von der Gefährlichkeit der Abfälle wusste oder nicht. Die Kostenanteile der übrigen Verursacher dürften gering ausfallen.

Aktuell ist diese Frage im Zusammenhang mit den anstehenden Untersuchungen der Chemiemülldeponien in der Region Basel. Dabei stellte sich insbesondere die Frage, ob auch Abfallerzeuger wie die BCI kostentragungspflichtig seien.

Konkret geht es um die Deponie Bonfol, die Anfang der sechziger Jahre eröffnet und 1976 geschlossen worden war. Dort lagern 114 000 Tonnen Industrieabfall - vor allem der BCI.

Im Jahr 2000 hatten der Kanton Jura und die BCI eine Vereinbarung über eine Totalsanierung unterzeichnet. Die Sanierungskosten werden auf 250 Mio. Franken geschätzt. Der Entscheid über die Sanierungsvariante dürfte bis Mitte Juni fallen.

(bert/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Delsberg - Das Kantonsgericht Jura ... mehr lesen
Greenpeace sieht in der Chemiemülldeponie eine grosse Gefahr für die Umwelt.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 Millionen Franken aus der Radio- und Fernsehabgabe direkt unterstützt.
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 ...
57.5 Millionen Franken für entgangene Werbeeinnahmen  Bern - Die Coronavirus-Pandemie trifft die Medien hart. Ihre Werbeeinnahmen sind bereits drastisch gesunken. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Medien für die Demokratie hat das Parlament in der ausserordentlichen Session breit abgestützte Motionen überwiesen, um finanzielle Soforthilfe im Umfang von 57.5 Millionen Franken zu leisten. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2020 zwei entsprechende Notverordnungen verabschiedet. mehr lesen 
Auch die Online Medien sollen profitieren  Bern - Die Medien sind für unsere direkte Demokratie von zentraler ... mehr lesen  
Um die Medienbranche bei der digitalen Transformation zu unterstützen, sollen neu auch Online-Medien gefördert werden.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 16°C 20°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen recht sonnig
Basel 16°C 20°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
St. Gallen 15°C 17°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wolkig, aber kaum Regen
Bern 15°C 19°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Luzern 16°C 19°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen recht sonnig
Genf 16°C 20°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
Lugano 16°C 25°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten