Abgasvergiftung: 17 Rekruten liegen im Spital
publiziert: Mittwoch, 4. Okt 2000 / 14:31 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 4. Okt 2000 / 16:25 Uhr

Unterwasser - 34 Rekruten und drei Zugführer haben in der Nacht auf Mittwoch in Unterwasser eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten. Sie wurden in verschiedene Spitäler eingeliefert. 30 von ihnen sollen das Spital am Mittwochabend verlassen können.

Betroffen von der Vergiftung ist ein Zug der Komapnie II der Infanterierekrutenschule 206 aus Birmensdorf, wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mitteilte. Die Kompanie befindet sich im toggenburgischen Unterwasser in der Verlegung.

Am Dienstagabend fand ein Nachtschiessen statt. Danach übernachteten die Rekruten in Ställen in der Nähe des Schiessplatzes Selamatt. Die Stromversorgung wurde durch ein Aggregat sichergestellt.

Gegen 02.00 Uhr am Mittwoch bemerkte die Wache bei einer Unterkunft auffällige Gerüche. Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass einige der 34 Rekruten und der drei Zugführer schwer ansprechbar waren.

Hilfe wurde alarmiert. Die restlichen Kompanieangehörigen transportierten den betroffenen Zug ins Dorf Unterwasser. Dort stellte die Notfallärztin Vergiftungserscheinungen fest. Die Patienten wurden mit Sauerstoff versorgt und mit Rettungswagen in die umliegenden Spitäler gebracht.

17 Personen befinden sich in den Spitälern Altstätten, Grabs und Wattwil. 20 Personen wurden zur genaueren Abklärung ins Kantonsspital St. Gallen gebracht. 30 sollen am Mittwochabend zur Truppe zurückkehren können. Die restlichen bleiben noch über Nacht in Spitalbehandlung.

(sda)

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