Gemäss Bundesgericht
Abgeändertes E-Mail ist Urkundenfälschung
publiziert: Freitag, 2. Nov 2012 / 16:15 Uhr
Ein abgeändertes E-Mail ist gemäss Bundesgericht Urkundenfälschung.
Ein abgeändertes E-Mail ist gemäss Bundesgericht Urkundenfälschung.

Lausanne - Das Fälschen eines E-Mails kann auch dann strafbar sein, wenn es keine elektronische Signatur trägt. Das Bundesgericht hat die Verurteilung eines Mannes wegen Urkundenfälschung bestätigt, der abgeänderte E-Mails an seine Geldgeber verschickt hat.

1 Meldung im Zusammenhang
Der Verurteilte hatte bei Arbeitskollegen, Militärkameraden, Verwandten und Bekannten über 6 Millionen Franken ausgeliehen. Er verschwieg dabei seine desolate Finanzlage und tischte ihnen eine Geschichte über einen Vertrag um nigerianische Ölpipelines und Raffinerien auf, aus dem ihm noch 21 Millionen Dollar zustünden.

Um seine Geldgeber zu täuschen, leitete er ihnen auch E-Mails weiter, die er von Dritten erhalten und deren Inhalt er in seinem Sinne abgeändert hatte. Das Kantonsgericht Basel-Landschaft verurteilte ihn 2011 unter anderem wegen Betrug und Urkundenfälschung zu viereinhalb Jahren Freiheitsstrafe.

Vor Bundesgericht machte der Betroffene geltend, dass die abgeänderten E-Mails wegen fehlender elektronischer Signatur gar keine Beweisurkunden darstellen würden und somit auch keine Urkundenfälschung vorliegen könne.

Keine elektronische Signatur nötig

Die Richter in Lausanne haben dieser Sicht der Dinge nun aber widersprochen. Laut Gericht ist der Aussteller des E-Mails aus der Adresse des Absenders und dem Inhalt selber erkennbar.

Eine elektronische Signatur sei nicht erforderlich. Die Beweiseignung ergebe sich zudem aus dem Umstand, dass E-Mails im regulären Geschäftsverkehr weit verbreitet seien.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Ein Berner Gericht hat am Freitag einen 35-jährigen Schweizer wegen Betrugs zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt. Er muss der Swisscom ... mehr lesen
Swisscom.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 19
Francesco Schettino: Weil er das Schiff verliess, wurde er als  «Käptain Feigling» verspottet.
Francesco Schettino: Weil er das Schiff ...
Schiffsunglück  Florenz - Kapitän Francesco Schettino ist mehr als vier Jahre nach der Havarie der «Costa Concordia» auch in zweiter Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Das Berufungsgericht in Florenz bestätigte damit das Urteil aus erster Instanz. mehr lesen 
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für ... mehr lesen   3
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Schweizer Sprayer  Wien - Mit einem Urteil von zehn Monaten unbedingte Haft ist am Wiener ... mehr lesen
Der Sprayer bestritt, das Fahrrad geklaut zu haben.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 9°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Nebel
Basel 10°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 10°C 18°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern 9°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Nebel
Luzern 11°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Nebel
Genf 11°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 16°C 20°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten