Konsumentenschützer besorgt
Abkehr vom analogen TV in der Kritik
publiziert: Freitag, 30. Mrz 2012 / 15:46 Uhr
Auch «alte» Röhrenfernseher sind für die Darstellung von digitalem Fernsehen geeignet.
Auch «alte» Röhrenfernseher sind für die Darstellung von digitalem Fernsehen geeignet.

Bern - Konsumentenschützer halten nicht viel von den Plänen des Bundes, schon bald weniger analoge Fernsehsender anzubieten. Sie sorgen sich um die rund 20 Prozent der Haushalte, die bis dann noch nicht auf digitales TV umgestellt haben dürften. Davon seien vor allem ältere Menschen betroffen.

4 Meldungen im Zusammenhang
Analoges Fernsehen dürfte bald der Vergangenheit angehören. Der Bund plant den «geordneten Ausstieg aus der analogen Technologie». Dazu will er die Anbieter schrittweise von der Pflicht befreien, gewisse TV-Programme sowohl analog als auch digital zu verbreiten. Heute gilt die Verbreitungspflicht für knapp 20 in- und ausländische Sender.

Konsumentenschützer sind wenig begeistert von diesen Plänen. Denn zur Diskussion steht, das Angebot an analogen Sendern zu verkleinern, sobald rund 80 Prozent der Haushalte auf digitales Fernsehen umgeschaltet haben. Dies schlägt der Bund in einer Vorlage zur Teilrevision der Radio- und Fernsehverordnung vor. Die Anhörung ging am Freitag zu Ende.

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) sorgt sich um die rund 20 Prozent der Haushalte, die dannzumal noch immer analog fernsehen dürften. «Es trifft vor allem ältere Menschen und Leute, die technisch nicht so versiert sind», sagte SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Es sei möglich, dass diese TV-Kunden plötzlich ihre Lieblingsprogramme nicht mehr empfangen könnten - ohne zu wissen weshalb.

Die SKS fordert deshalb, die Verbreitungspflicht erst aufzuheben, wenn 90 bis 95 Prozent der TV-Kunden auf digitales Fernsehen umgestiegen sind. Davon abgesehen befürwortet sie die Abkehr vom analogen Fernsehen.

1,1 Millionen sehen digital fern

Ähnlich äussert sich ARBUS Schweiz, die Vereinigung für kritische Mediennutzung. Mit der Stossrichtung sei sie einverstanden, schreibt sie in einer Stellungnahme. Sie verlangt aber «genügend Rücksichtnahme auf die analog konsumierenden Medien-Nutzenden». Die Schwelle für die Aufgabe des analogen Angebots solle bei 100'000 Haushalten angesetzt werden und nicht vor 2016 umgesetzt werden.

Gemäss dem Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) gibt es in der Schweiz 3,2 Millionen TV-Haushalte. Davon sind 2,8 Millionen an ein Kabelnetz angeschlossen. 1,1 Millionen nutzen das digitale Angebot.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Betreiber von analogen ... mehr lesen
Ende des Analogfernsehens.
Zulegen konnte Kabelinternet (+10 Prozentpunkte) und Kabeltelefonie (+16 Prozentpunkte).
Zürich - Digitales Fernsehen ist weiter auf dem Vormarsch. Die Kabelnetzbetreiber zählten Ende Juni 1,217 Mio. Haushalte als Abonnenten. Dies sind 274'700 Anschlüsse mehr als ... mehr lesen
Zürich - Die Kabelnetzbetreiberin ... mehr lesen
Das digitale Fernsehen ist nicht mehr aufzuhalten.
In den USA ist das Fernsehen nun digital. Für den Empfang wird eine sogenannte Set-Top-Box benötigt.
Washington - Das analoge Fernsehen ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Geisterspiele sind in der Schweiz ab dem 8. Juni erlaubt.
Geisterspiele sind in der Schweiz ab dem 8. Juni erlaubt.
Bundesrat hat entschieden  Der Bundesrat hat am Mittwoch über weitere Lockerungen in der Coronakrise informiert. Dabei machte er auch Angaben zu den Profiligen im Sport und zu Grossveranstaltungen. mehr lesen 
Fernsehen - Zum 4. Juni  Berlin - Showkrise hin, Showkrise her: Eine Samstagabendsendung im Ersten Deutschen Fernsehen zu ... mehr lesen  
Beatrice Egli hält sich in den Charts.
Online-Auktion  Santa Monica - Von Don Drapers Cabriolet bis zu Peggy Olsons Schreibmaschine - mehr als 1500 Requisiten aus der US-Kultserie «Mad Men» werden ab Mittwoch online versteigert. mehr lesen  
Es geht in die heisse Phase  Im Milliarden-Poker um die Medienrechte an der Fussball-Bundesliga beginnt die heisse Phase. Bis zum 6. Juni will die Deutsche Fussball Liga (DFL) insgesamt 17 Rechtepakete für die ... mehr lesen
Der bisherige Rechteinhaber Sky möchte weiter mit dem Slogan «Alle Spiele, alle Tore» Abonnements verkaufen. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • Pacino aus Brittnau 731
    Und noch ein Pionier . . . . . . ach hätten wir doch bloss für jeden hundertsten Juristen einen ... Fr, 24.06.16 09:54
  • jorian aus Dulliken 1754
    SRG: Eishockey & und der ESC Wer am Leutschenbach nicht gehorcht, muss den ESC oder die Eishockey WM ... Fr, 13.05.16 05:44
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Die... Entscheidung von A. Merkel ist völlig richtig: -Sie ist juristisch ... So, 17.04.16 14:13
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Komiker... Böhmermann wird vermurlich, damit die Türkei-Deal-Marionetten in Berlin ... Di, 12.04.16 13:37
  • Bogoljubow aus Zug 350
    Sind Sie sicher dass es nicht Erdowann oder gar Erdowahn heisst? So, 03.04.16 10:47
  • HeinrichFrei aus Zürich 431
    Zürich: von «Dada» zu «Gaga» Die «Dada» Veranstaltungen in Zürich zeigen, dass «Dada» heute eher zu ... Mo, 15.02.16 22:51
  • Midas aus Dubai 3810
    Finde den Unterschied Ah ja, wieder der böse Kapitalismus. Wie gesagt, haben Sie ein besseres ... Mo, 01.02.16 02:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Schöner kann man's nicht erklären «Es handelt sich hier um ausserordentlich sensible Figuren. Da ist zum ... So, 31.01.16 16:48
art-tv.ch Gotthard. Ab durch den Berg Das Forum Schweizer Geschichte in Schwyz zeigt die Tunnelbauten ...
Niconé.
Felix Steinbild
news.ch hört sich jede Woche für Sie die interessantesten neuen CDs an und stellt sie Ihnen hier ausführlich vor.
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 5°C 17°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt trüb und nass
Basel 7°C 18°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt, Regen
St. Gallen 7°C 15°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt starker Schneeregen
Bern 8°C 15°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt, Regen
Luzern 6°C 16°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt starker Schneeregen
Genf 7°C 15°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 9°C 12°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass anhaltender Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten