Abkommen über Machtteilung in Simbabwe unterzeichnet
publiziert: Montag, 15. Sep 2008 / 17:55 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Sep 2008 / 22:32 Uhr

Harare - Nach fast drei Jahrzehnten muss Simbabwes autoritärer Präsident Robert Mugabe die Macht teilen. Mugabe und Oppositionsführer Morgan Tsvangirai unterzeichneten in Gegenwart afrikanischer Staats- und Regierungschefs ein Koalitionsabkommen.

Mugabes 28-jähriges Machtmonopol ist beendet.
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Ein halbes Jahr nach den Wahlen und blutigen Wirren erhält der südafrikanische Staat damit eine neue Regierung. Mugabe bleibt zwar Staatschef, wird die Macht aber mit Tsvangirai teilen, der Regierungschef wird. Darauf hatten sich die beiden Poltiker am Donnerstag nach zähen Verhandlungen unter Vermittlung von Südafrikas Präsident Thabo Mbeki verständigt.

Bei der Zeremonie zur Unterzeichnung des Abkommens am Montag wurde Mugabe von einem Teil der versammelten Politiker mit Buhrufen empfangen, der künftige Kabinettschef Tsvangirai von der Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) erntete hingegen Applaus. Die langjährigen Gegner reichten sich nach der Vertragsunterzeichnung die Hand.

«Keine Einmischungen bitte»

Mugabe warb während der Zeremonie für eine enge Zusammenarbeit des Regierungsbündnisses. «Lasst uns Verbündete sein», sagte er. Zugleich verwahrte er sich gegen eine Einmischung des Auslands. «Simbabwe ist ein souveränes Land, nur das Volk von Simbabwe hat das Recht, es zu regieren», sagte der international umstrittene Staatschef.

Vor dem Hotel, wo die Dokumente unterzeichnet wurde, kam es denn auch bereits zu Schlägereien zwischen Anhängern der beiden Gruppen.

15 Minister für Mugabe

Die neue Regierung soll nach bisherigen Angaben 31 Minister umfassen, von denen 15 an die ZANU-Partei Mugabes gehen. Weitere 13 Posten erhält Tsvangirais Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) - der Rest geht an Mutambaras Gruppe.

Wegen der Einigung in Harare vertagte die EU einen Beschluss über die Ausweitung ihrer Sanktionen gegen das südafrikanische Land. Die EU müsse zunächst die Einzelheiten des Abkommens zwischen den simbabwischen Parteien prüfen, erklärte EU-Chefdiplomat Javier Solana in Brüssel.

(tri/sda)

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