Abrüstungsexperte Hans Blix zu Gesprächen in Bern
publiziert: Dienstag, 1. Mai 2007 / 13:33 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 1. Mai 2007 / 17:00 Uhr

Bern - Der schwedische Abrüstungsexperte Hans Blix hat die Schweiz aufgefordert, ihren Einsatz gegen Massenvernichtungswaffen zu intensivieren. Die Schweiz hätte aufgrund ihres technischen Wissens Verantwortung zu übernehmen.

Hans Blix ist nun Vorsitzender der unabhängigen Kommission gegen Massenvernichtungswaffen (WMDC).
Hans Blix ist nun Vorsitzender der unabhängigen Kommission gegen Massenvernichtungswaffen (WMDC).
Auch kleine Länder wie die Schweiz oder Schweden könnten einen grossen Beitrag zu den Abrüstungsbestrebungen internationaler Gremien leisten, betonte der schwedische Diplomat an einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesrat Samuel Schmid in Bern.

Das in der Schweiz vorhandene Expertenwissen würde sie quasi verpflichten, eine aktive Rolle zu spielen, sagte Blix mit anerkennendem Blick auf das Labor Spiez weiter. Genauer äusserte er sich nicht zu seinen Erwartungen an die Schweiz, die dieses Jahr während vier Wochen die Genfer Abrüstungskonferenz präsidieren wird.

Bundesrat Schmid seinerseits erinnerte an die bisherigen Anstrengungen der Schweiz im Kampf gegen Minen, Streubomben und gegen die Verbreitung von Kleinwaffen. Weiter unterstrich er die realistische Position der Schweiz, die sich in ihrem Engagement für bestehende Abrüstungsabkommen manifestiert.

Als unverzichtbar bezeichnete der Verteidigungsminister die Erarbeitung von verbindlichen internationalen Standards für den weltweiten Waffenhandel sowie für den Waffentransport.

Blix plädierte als Vorsitzender der 2006 aufgelösten Kommission gegen Massenvernichtungswaffen (WMDC) dafür, die Beteiligung am Vertrag über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBT) auszuweiten. Die USA und China beteiligen sich nicht am 1996 geschlossenen Abkommen.

(smw/sda)

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