Abschaffung der Fünfräppler kritisiert
publiziert: Freitag, 23. Dez 2005 / 10:03 Uhr / aktualisiert: Freitag, 23. Dez 2005 / 11:16 Uhr

Bern - Die Abschaffung der Ein- und Fünfrappenstücke stösst auf Kritik. Konsumentenschützer befürchten einen Preisanstieg.

Die Herstellung der Räppler übersteigt deren Nennwert.
Die Herstellung der Räppler übersteigt deren Nennwert.
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KMU und Detailhändler ihrerseits rechnen mit höhere Kosten. Sie setzen sich für die Beibehaltung des Fünfers ein. Der Ball liegt nun beim Bundesrat. Im Rahmen der Aufgabenverzichtsplanung hatte swissmint die Ausserkraftsetzung der kleinsten Münzen vorgeschlagen, weil die Produktionskosten den Nennwert übersteigen.

Die Herstellung eines Räpplers kostet derzeit zwölf, jene eines Fünfers sechs Rappen. Das Eidgenössische Finanzdepartement erwartet von der Abschaffung 2008 Einsparungen von etwa 300 000 Franken. Hinzu kommt, dass die kleinen Münzen kaum mehr verwendet werden. Besonders der Bronze-Räppler ist praktisch nur noch als Glücksbringer oder zu Werbezwecken im Einsatz.

Problem für die Post

Nicht alle sind aber der Meinung, dass die Münzen einfach abgeschafft werden dürfen. In der zu Ende gegangenen Vernehmlassung plädierten die Fédération romande des consommateurs (FRC) und die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) für die Beibehaltung des Fünfers. Bei einer Abschaffung könnte etwa der Preis für B-Post von 85 auf 90 Rappen ansteigen, befürchten sie.

Für die Post könnte die Aufhebung der kleinen Münzen tatsächlich Probleme bringen, räumt Post-Sprecher Dario Ballanti ein. Der Gelbe Riese kann die B-Tarife bis 2007 nicht erhöhen. Eine Zwischenlösung wäre, die 85er Briefmarken nur noch im «Duo-Pack» zu verkaufen.

Billigere Produktion

Wie die Konsumentenschützer und der Gewerbeverband rät auch die CVP dem Bundesrat, sich nach Möglichkeiten einer biligeren Herstellung der Fünfräppler umzusehen.

Für eine Abschaffung der Fünfräppler ist der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse. Aber die Massnahme dürfe nicht zu Preiserhöhungen führen. Der Handel brauche eine längere Anpassungszeit, als dies vorgesehen ist.

(ht/sda)

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