Abschlusspressekonferenz des EU-China-Gipfels in Brüssel geplatzt
publiziert: Donnerstag, 20. Sep 2012 / 11:50 Uhr
Wen Jiabao möchte, dass China als Marktwirtschaft annerkennt wird.
Wen Jiabao möchte, dass China als Marktwirtschaft annerkennt wird.

Brüssel - Chinas Regierungschef Wen Jiabao hat zu Beginn eines Gipfeltreffens mit der EU deren Waffenembargo gegen Peking kritisiert. Zugleich forderte er am Donnerstag in Brüssel Fortschritte bei der Anerkennung Chinas als Marktwirtschaft.

4 Meldungen im Zusammenhang
Gegen Ende seiner Auftaktrede beim 15. EU-China-Gipfel sagte Wen am Donnerstag: «Zu guter Letzt muss ich sehr offen sagen: Was das Waffenembargo gegen China angeht und die volle Anerkennung Chinas als Marktwirtschaft, haben wir zehn Jahre hart gearbeitet, aber eine Lösung ist schwer zu greifen.»

Als Vertreter Pekings bedauere er dies zutiefst und hoffe auf mehr Entgegenkommen. Nach diesen Worten blendete die Übertragung des europäischen TV-Informationsdienstes EbS abrupt mitten im Satz aus.

Die geplante Abschlusspressekonferenz wurde abgesagt, weil die chinesische Seite nur 15 europäische Korrespondenten zulassen wollte.

Der Internationale Journalistenverband API sieht darin den Versuch, unliebsame Fragesteller auszuschliessen, und wollte die Bedingungen nicht akzeptieren. Daraufhin liessen EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und Kommissionschef José Manuel Barroso die geplante Medienkonferenz platzen.

Van Rompuy und Barroso trafen Donnerstagmorgen im Brüsseler Palais d'Egmont mit Wen zusammen, um über die Schuldenkrise und internationale Konflikte wie den Bürgerkrieg in Syrien zu sprechen.

Rompuy verwies zu Beginn des Gipfels auf den florierenden Handel zwischen der EU und China, dessen Volumen sich im vergangenen Jahrzehnt mehr als vervierfacht habe. Barroso attestierte der boomenden Exportnation, während dieser Zeit eine beispiellose Erfolgsgeschichte hingelegt zu haben.

Kaum politische Fortschritte

Wichtige politische Fortschritte werden von dem Gipfel nicht erwartet. Am Rande sollen aber mehrere Abkommen unterzeichnet werden, insbesondere eine neue Innovationspartnerschaft.

Überschattet wird der Gipfel vom Streit zwischen China und Japan über eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer. Man sei extrem besorgt über die Situation, hiess es vorab in EU-Diplomatenkreisen.

Die EU hatte nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens von 1989 ein Waffenembargo gegen China verhängt. China dringt auf die Anereknnung als Marktwirtschaft durch die EU, weil dies Peking vor Anti-Dumping-Verfahren schützen würde.

(laz/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Peking - Die chinesische Regierung schlägt im Streit um Subventionen für die Solarbranche zurück. Peking habe nun ... mehr lesen
Die EU hatte im September eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Preisdumping gegen chinesische Solarunternehmen angekündigt und damit scharfe Proteste der chinesischen Regierung ausgelöst.
Van Rompuy für mehr EU-Kontrolle über Euro-Staaten
Brüssel - Die Staaten der Eurozone sollen sich nach dem Willen von EU-Ratschef Herman Van Rompuy einer stärkeren ... mehr lesen
Peking - China hat sich besorgt über die Lage in der Euro-Zone geäussert und ungewöhnlich scharf eine schnelle Lösung der ... mehr lesen
Wen Jiabao fordert Europa zur Entschlossenheit zu Reformen.
In der krisengeschüttelten Ostukraine tut sich etwas.
In der krisengeschüttelten Ostukraine tut ...
Überraschende Einigung  Donezk - Nach der Einigung auf einen Friedensplan für die Ukraine stösst die Umsetzung auf massive Hindernisse. Die prorussischen Kräfte im Osten des Landes stellten Bedingungen für ihre Entwaffnung. 2
Entwaffnung «illegaler bewaffneter Gruppen» in der Ukraine Genf - Die internationale Konferenz zur Ukraine-Krise in Genf ... 20
Krisensitzung nach Kämpfen in ostukrainischen Städten Donezk - In mehreren Städten der Ostukraine haben am Samstag Kämpfe ... 1
Abspaltung von Moldawien  Chisinau - Das von der Republik Moldawien abtrünnige Transnistrien hat Russland und die UNO zur Anerkennung seiner Unabhängigkeit aufgefordert. Das Regionalparlament verabschiedete einstimmig eine Resolution, in der die internationale Gemeinschaft aufgerufen wird, die Region als «souveränen und unabhängigen Staat» anzuerkennen.  
Im Telefonat hat Putin seinen US-Kollegen vor «Extremisten» in Kiew gewarnt.
Putin wirbt für Beruhigung der Krise Moskau - In einem Telefonat mit US-Präsident Barack Obama hat der russische Staatschef Wladimir Putin Möglichkeiten für eine Beruhigung ... 2
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2088
    Nigerias... Bevölkerung hat sich in den letzten 50 Jahren auf ca. 170 Millionen ... heute 17:45
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2088
    Die... "Freie Syrische Armee" hat inzwischen enorm an Bedeutung und Einfluss ... heute 17:42
  • jorian aus Gretzenbach 1443
    Buch? Ich gebe Ihnen doch kein Buch, dass ich noch nicht gelesen habe. heute 15:56
  • keinschaf aus Henau 2213
    Jorian Warum wollen Sie mir denn unbedingt ein Buch übergeben, das man ja ... heute 15:42
  • jorian aus Gretzenbach 1443
    Nein meine Liebe! Die Schatzis bleiben zu Hause! heute 15:36
  • keinschaf aus Henau 2213
    Kann ich mir vorstellen. Ich weiss nur nicht, was die drei dort tun. Ich bin und war ja noch ... heute 15:34
  • Heidi aus Oberburg 957
    sorry aber die beiden sind so lieb. heute 15:23
  • keinschaf aus Henau 2213
    Sie müssen... ...aber auch alles verraten! ;-) heute 15:06
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 5°C 7°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Basel 3°C 7°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
St.Gallen 9°C 9°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Bern 4°C 10°C bewölkt, wenig Regen bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt
Luzern 4°C 11°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 5°C 14°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 8°C 17°C bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten