Einigung der USA und Russland
Absprachen im syrischen Luftraum
publiziert: Mittwoch, 21. Okt 2015 / 06:53 Uhr

Washington/Moskau - Um Zwischenfälle im Luftraum über Syrien zu vermeiden, haben sich die USA und Russland mit einem schriftlichen Memorandum auf direkte militärische Absprachen geeinigt. Teil des Papiers sei die Einigung auf einen «sicheren Abstand» zwischen Flugzeugen und Drohnen.

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Das sagte Pentagonsprecher Peter Cook am Dienstag in Washington. Konkrete Entfernungen nannte er nicht. Das russische Verteidigungsministerium sprach von einem «wichtigen Schritt».

Eine von den USA geführte Koalition fliegt seit 2014 in Syrien Luftangriffe gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Seit Ende September beschiessen auch russische Kampfflugzeuge Ziele in dem Bürgerkriegsland - ausserhalb der internationalen Koalition und wie Kritiker bemängeln nicht ausschliesslich gegen den IS gerichtet.

Der US-geführten Allianz steht derweil ein Aderlass bevor. Der designierte kanadische Premierminister Justin Trudeau kündigte an, ein Wahlkampfversprechen umzusetzen und Kanadas Kampfflugzeuge aus der Region abzuziehen. Einen Zeitpunkt nannte er nicht. Trudeau betonte zugleich, sein Land werde sich weiter am Anti-IS-Kampf beteiligen. Kanada steuerte bislang einige CF-18 Hornet-Bomber bei.

Bislang eine Handvoll Fälle

Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Cook, sagte zu dem Memorandum mit Russland, für den Fall, dass Piloten in der Luft nicht direkt miteinander sprechen könnten, gebe es am Boden einen weiteren Kommunikationskanal. Das Dokument sei auf Bitten der Russen nicht veröffentlicht worden.

Der russische Generalmajor Igor Konaschenkow sagte in Moskau, der Text sei «präzise abgestimmt» worden. «Wir hoffen, dass dieses Dokument für die Luftstreitkräfte aller Länder der Anti-IS-Koalition gelten wird. Die USA haben sich verpflichtet, die Regeln an alle ihre Partner weiterzugeben, die in Syrien operieren», meinte der Offizier nach Angaben der Agentur Interfax.

Cook zufolge gab es bislang eine «Handvoll» Fälle im Luftraum über Syrien, die Washington als unsicher einstufte. CNN berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen im Pentagon, dass ein russischer Kampfjet sich einem US-Flugzeug auf 150 Meter genähert habe. In einem weiteren Fall habe die Entfernung einer russischen Maschine zu zwei US-Maschinen weniger als 500 Meter betragen.

(bert/sda)

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Gegen die Russen, die die Kurden auch umwerben, hilft das nichts, gegen B. al-Assad nur wenig.
Der Konflikt wird jetzt mit den Flüchtlingen gen Europa gelenkt, und das offenbar beabsichtigt.
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