Abstimmung über UNO-Sitz vertagt
publiziert: Mittwoch, 18. Okt 2006 / 08:10 Uhr

New York - Das Rennen zwischen Venezuela und Guatemala um einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat ist für 24 Stunden unterbrochen worden.

UNO-Botschafter Cardenas ist verärgert über einen - seiner Meinung nach - Stimmenkauf der USA.
UNO-Botschafter Cardenas ist verärgert über einen - seiner Meinung nach - Stimmenkauf der USA.
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Auch nach dem 22. Wahlgang konnte keiner der beiden Staaten die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit der Stimmen gewinnen.

Deshalb einigten sich die lateinamerikanischen und karibischen UNO-Mitgliedsländer darauf, erst am Donnerstag mit der Abstimmung fortzufahren.

Suche nach Lösung

Wie Brasiliens Botschafter bei den Vereinten Nationen, Ronaldo Sardenberg, am Dienstag weiter sagte, soll bis dahin informell beraten werden, wie mit der Situation umzugehen ist.

Bei den 22 Runden am Montag und Dienstag erhielt Guatemala zwar bis auf in einem Wahlgang, der unentschieden endete, die meisten Stimmen von den 192 Mitgliedern der UNO-Generalversammlung. Es waren jedoch nie genug, um auf die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit zu kommen.

«Feind» der USA

Guatemalas Bewerbung wird von den USA unterstützt, die einen Einzug Venezuelas in den UNO-Sicherheitsrat unbedingt verhindern wollen. Venezuelas Präsident Hugo Chávez - ein erklärter Gegner der Bush-Regierung - erhofft sich von einer Wahl in den Sicherheitsrat hingegen eine internationale Aufwertung seines ölreichen Landes.

Im September hatte Chávez US-Präsident George W. Bush vor der UNO- Vollversammlung als «Teufel» bezeichnet, der bei seinem Auftritt «Schwefelgeruch im Plenarsaal» hinterlassen habe.

Sitz für zwei Jahre

Venezuela und Guatemala bewerben sich um den Lateinamerika zustehenden zweiten Sitz im Sicherheitsrat. Ihn macht Argentinien zum Jahresende frei. Dem Rat gehören neben den fünf Vetomächten USA, Frankreich, Grossbritannien, Russland und China zehn weitere Länder an, die jeweils für zwei Jahre gewählt werden.

(bert/sda)

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