Verseuchtes Wasser
Abwasser vergiftet Flüsse im Südwesten der USA
publiziert: Mittwoch, 12. Aug 2015 / 12:17 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 12. Aug 2015 / 18:32 Uhr

Washington - Nach der Verschmutzung eines Flusses mit Abwasser aus einer alten Goldmine wächst im Südwesten der USA die Sorge vor langfristigen Gesundheitsgefahren. Das verseuchte Wasser breitete sich in den vergangenen Tagen in mehreren US-Bundesstaaten aus.

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Zwar sei die orange Färbung des Wassers kaum noch wahrzunehmen, sagte die Sprecherin der Umweltbehörde im US-Bundesstaat Utah, Donna Spangler. Experten entnahmen am Dienstag dennoch Wasserproben, um zu prüfen, ob schädliche Substanzen wie Arsen oder Blei nachzuweisen sind.

Ergebnisse der Untersuchungen sollen in den kommenden Tagen vorliegen. Mitarbeiter der US-Umweltschutzbehörde EPA hatten am 5. August versehentlich elf Millionen Liter giftige Abwasser in einen Nebenfluss des Animas im US-Bundesstaat Colorado geleitet, der Fluss färbte sich anschliessend orange.

Notstand ausgerufen

Danach gelangten die Abwasser in den Fluss Suan Juan im Bundesstaat New Mexico sowie in den Nachbarstaat Utah, wo sie nun in Richtung des Grand Canyon fliessen. Auch das Reservat der Navajo-Indianer ist betroffen. Dort wurde ebenso wie in Colorado und New Mexiko der Notstand ausgerufen.

Die Städte entlang den betroffenen Flüssen stoppten die Wasserentnahme aus den Gewässern. Kajak- und Raftingtouren auf dem Animas und dem Suan Juan wurden vorübergehend verboten.

Bedrohung für Las Vegas und Los Angeles

Das Abwasser werde in fünf Tagen den Lake Powell erreichen, einen Trinkwasserspeicher für die Grossstadt Las Vegas, sagte der Umweltaktivist Zach Frankel von der Organisation Utah Rivers Council.

Von da werde das belastete Wasser über den Colorado-Fluss durch den Grand Canyon und schliesslich in den Meade-Stausee fliessen, einen wichtigen Trinkwasserspeicher für Los Angeles und andere Teile Südkaliforniens. Dadurch werde die Grundbelastung des Wassers durch krebserregende Stoffe für die Menschen in der Region erhöht, warnte Frankel.

(jz/sda)

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