Acht Alpinisten am Mont-Blanc getötet
publiziert: Sonntag, 24. Aug 2008 / 15:05 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 24. Aug 2008 / 19:34 Uhr

Annecy - Drei Schweizer und fünf Österreicher sind am Sonntag bei einem Lawinenabgang im Mont-Blanc-Massiv gestorben. Wie die französische Innenministerin Michèle Alliot-Marie mitteilte, gab es keine Chance mehr, die Vermissten noch lebend zu bergen.

Der Schneerutsch hatte sich in der Nordwand des 4248 Meter hohen Mont-Blanc du Tacul ereignet.
Der Schneerutsch hatte sich in der Nordwand des 4248 Meter hohen Mont-Blanc du Tacul ereignet.
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Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hatte auf Anfrage bestätigt, dass sich unter den Vermissten drei Schweizer befanden. Nach dem Unglück konnten acht weitere Bergsteiger verletzt geborgen werden.

Bei ihnen handelte es sich um drei Italiener und fünf Franzosen. Zwei weitere Italiener, die zunächst als vermisst gegolten hatten, fanden allein den Weg in ihre Unterkunft zurück.

Suche eingestellt

Bei ihrer Suche nach den Vermissten setzten die Rettungskräfte Helikopter und Spürhunde ein. Wegen drohender neuer Lawinenabgänge mussten sie ihre Aktionen aber nach mehreren Stunden einstellen.

Ersten Erkenntnissen zufolge hatte sich gegen 03.00 Uhr morgens in der Nordwestflanke des Mont-Blanc du Tacul ein Eisblock gelöst, der dann eine Lawine auslöste. Am Ende sei der Lawinenkegel 50 Meter breit gewesen.

Es habe sich offensichtlich um eine «riesige Lawine» gehandelt, sagte Alliot-Marie nach einem Helikopterflug über die Region. Die Bergsteiger hätten keine Chance gehabt, ihr zu entkommen.

200 Meter mitgerissen

«Eine Wand aus Eis ist auf uns zugekommen», sagte ein verletzter Italiener dem Nachrichtensender LCI. «Wir wurden 200 Meter mitgerissen.» Einige der Bergsteiger wurden von den Rettungskräften geborgen, andere konnten sich aus eigener Kraft aus den Schnee- und Eismassen befreien.

Der 4248 Meter hohe Mont-Blanc du Tacul, der zum Mont-Blanc-Massiv gehört, ist bei Bergsteigern sehr beliebt; das Unglück ereignete sich auf etwa 3600 Metern Höhe. Nach Angaben der Polizei waren die Wetterverhältnisse in der Nacht «exzellent».

(fest/sda)

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