Acht Jahre Freiheitsstrafe für Hanfshop-Hintermann
publiziert: Montag, 10. Dez 2007 / 14:17 Uhr

St. Gallen - Das Kreisgericht St. Gallen hat einen 26-jährigen Türken wegen Raubes, Entführung, Körperverletzung, Erpressung und Drogendelikten zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt. Der Mann agierte als Hintermann von Hanf-Shops.

Der Mann wurde auch für brutalen Entführungen als schuldig befunden. (Archivbild)
Der Mann wurde auch für brutalen Entführungen als schuldig befunden. (Archivbild)
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Der Verurteilte führte zusammen mit Komplizen in den Jahren 2004 und 2005 einen brutalen Bandenkrieg um die Beherrschung des illegalen Hanf-Handels in der Stadt St. Gallen. Rivalen im Drogengeschäft wurden zusammengeschlagen, entführt, stundenlang festgehalten, gequält und mit dem Tod bedroht.

Vom Vorwurf einer Vergewaltigung sprach das Kreisgericht den mutmasslichen Kopf der Bande frei. Ein zweiter ebenfalls 26-jähriger Türke wurde wegen Freiheitsberaubung und weiterer Delikte zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt.

«Unglaubliche Kaltschnäuzigkeit»

Gegen den dritten Angeklagten, einen 24-Jährigen aus der Dominikanischen Republik, sprach das Gericht eine bedingte Strafe von 20 Monaten wegen räuberischer Erpressung und Nötigung aus. Den drei Verurteilten wurden Verfahrenskosten von total knapp 80'000 Franken auferlegt.

Die Angeklagten sind laut dem Staatsanwalt «mit seltener Brutalität und unglaublicher Kaltschnäuzigkeit» vorgegangen.

(ht/sda)

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