Ägypten: Weitere Person an Vogelgrippe erkrankt
publiziert: Montag, 20. Mrz 2006 / 00:02 Uhr

Kairo/Jerusalem - Nach der ersten Vogelgrippe-Toten in Ägypten hat Kairo die Erkrankung eines weiteren Menschen an dem gefährlichen Virus H5N1 mitgeteilt.

Der erkrankte Mann hatte Hühner gehalten, von denen mehrere verendet waren.
Der erkrankte Mann hatte Hühner gehalten, von denen mehrere verendet waren.
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Israel begann wegen der Vogelgrippe mit der Keulung von 400 000 Tieren. Der ägyptische Gesundheitsminister Hatem el Gabali sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Mena, ein 28-jähriger Mann werde im Spital von Banha im Verwaltungsbezirk Kaljubija nördlich von Kairo wegen einer Vogelgrippeinfektion behandelt. Am Samstag war eine Frau aus der gleichen Provinz der Vogelgrippe gestorben.

Tests hätten bei dem Patienten in Banha das Virus H5N1 nachgewiesen, sagte Gesundheitsminister Gabali nach einem Besuch bei dem Erkrankten. Mittlerweile sei bei dem Patient das Fieber gesunken und sein Zustand so stabil, dass er das Spital am Dienstag bereits verlassen könne, berichtete der Minister.

Ein US-Forschungsinstitut in Kairo überprüfte weitere Proben des Vogelgrippepatienten. Der erkrankte Mann hatte Hühner gehalten, von denen mehrere verendet waren.

Frau an H5N1 gestorben

Das ägyptische Staatsfernsehens meldete am Samstag den Tod einer 30- jährigen Frau, die an dem Virus H5N1 erkrankt war. Die Frau aus dem Dorf Nawa habe weiterhin Geflügel daheim gehalten, obwohl dies seit dem ersten Auftreten der Vogelgrippe in Ägypten vor einem Monat verboten ist, hiess es in dem Bericht.

Das Heimatdorf der Toten wurde abgeriegelt. In mehreren Regierungsbezirken keulten die Behörde tausende Stück Geflügel.

Nach dem Auftreten von H5N1 in israelischen Geflügelzuchtbetrieben wurde dort mit der Keulung von rund 400 000 Zuchtvögeln begonnen. Die israelischen Behörden richteten um die unter Quarantäne gestellten Geflügelzuchtbetriebe Schutzzonen im Umkreis von sieben Kilometern ein.

In zwei Kibbuzen an der Grenze zum Gazastreifen waren etwa 11 000 Puten verendet. Auch im Kibbuz Nakschon bei Jerusalem wurde offenbar an Vogelgrippe erkranktes Geflügel entdeckt.

(ht/sda)

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