Mubarak reagiert kaum auf Demonstrationen
Ägyptens Führung schweigt trotz anhaltender Proteste
publiziert: Donnerstag, 27. Jan 2011 / 11:35 Uhr
Khaled Mohamed Saeed hält den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak in die Luft.
Khaled Mohamed Saeed hält den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak in die Luft.

Kairo/Al-Arisch - Die Führung in Ägypten unter Präsident Husni Mubarak schweigt weiter zu den anhaltenden Protesten. Das einzige Zugeständnis war am Donnerstag eine Meldung der staatlichen Medien, wonach das Parlament am kommenden Sonntag über Massnahmen zur Armutsbekämpfung debattieren soll.

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Weiter sollen eine Anhebung des staatlichen Mindestlohnes und eine bessere Gesundheitsversorgung thematisiert werden. Die Führung ist bemüht, die Demonstrationen nicht als politische Herausforderung zu betrachten, sondern als Sicherheitsproblem.

Für Donnerstag sind weitere Kundgebungen angekündigt. Der Donnerstag werde «kein Urlaubstag werden», erklärte die pro-demokratische «Bewegung des 6. April» auf der Internet-Plattform Facebook. «Die Aktion auf den Strassen wird weitergehen.»

Einige Protestgruppen haben zudem für den Freitag zu Demonstrationen aufgerufen. Sie forderten die Bürger auf, nach dem Freitagsgebet von den Moscheen aus loszumarschieren. Die Christen sollten nach dem Kirchgang auf die Strasse gehen.

Zusammenstösse in der Nacht

In der Nacht zum Donnerstag war es erneut zu heftigen Protesten mit Dutzenden Verletzten in Kairo und auf dem Sinai gekommen. Nach Angaben von Krankenhausärzten wurden bei Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei in Kairo und Suez ein Polizist und ein Demonstrant getötet.

Dies wurde vom Innenministerium jedoch zunächst nicht bestätigt. Angehörige eines 27 Jahre alten Mannes, der sich in der Provinz Nord-Sinai an den Protesten beteiligt hatte, erklärten, er sei durch Schläge und Tränengas ums Leben gekommen. Aus Sicherheitskreisen hiess es dagegen, er habe Selbstmord begangen.

Seit Beginn der Proteste gegen die ägyptische Regierung vor zwei Tagen sind nach Angaben der Sicherheitskräfte bereits tausend Menschen festgenommen worden.

(dyn/sda)

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