Feierliche Machtübergabe
Ära der Demokratie in Libyen beginnt
publiziert: Donnerstag, 9. Aug 2012 / 07:36 Uhr
Mustafa Abdel Dschalil hat die Macht übergeben. (Archivbild)
Mustafa Abdel Dschalil hat die Macht übergeben. (Archivbild)

Tripolis/Kairo - Machtübergabe in Libyen: Fast ein Jahr nach dem Sturz von Langzeitdiktator Muammar al-Gaddafi hat in Tripolis das neue, demokratisch gewählte Parlament die Macht übernommen.

5 Meldungen im Zusammenhang
Die feierliche Zeremonie in der Nacht zum Donnerstag in der Hauptstadt galt als symbolische Zäsur auf dem Weg des nordafrikanischen Staates zu demokratischen Verhältnissen. Der Nationale Übergangsrat übergab nach einer Schweigeminute für die Opfer des blutigen Aufstands gegen Gaddafi die formelle Macht im Land an den im Vormonat gewählten Nationalkongress.

«Wir schliessen damit ein Kapitel der Diktatur und schlagen eine neue Seite im Aufbau des Staates Libyen auf», sagte Mustafa Abdel Dschalil, der Vorsitzende des Übergangsrates. Anschliessend übergab er dem ältesten Abgeordneten des neuen Parlaments, Mohammed Ali Salim, eine libysche Flagge. «Wir schwören, dass wir die Ziele erreichen werden, für die die Libyer ihr Leben gegeben haben», sagte Salim.

Wegen des Fastenmonats Ramadan hatten die Feierlichkeiten, an denen sich auch ausländische Diplomaten und Delegierte arabischer Staaten beteiligten, erst am späten Mittwochabend begonnen. Nach der kurzen Zeremonie erleuchtete ein Feuerwerk den Himmel über Tripolis, während die Menschen in den Strassen feierten. «Libyen wird immer ein freies und demokratisches Land bleiben», riefen sie.

Viel Arbeit steht bevor

Der Übergangsrat war noch während des Volksaufstandes gegründet worden, der im Februar 2011 begann und nach sechs Monaten die Gaddafi-Herrschaft beendete. Der neue 200-köpfige Kongress wurde am 7. Juli gewählt.

120 Mandate gingen an Einzelkandidaten ohne klare politische Zuordnung. 80 Sitze wurde unter den Parteien verteilt. Stärkste Fraktion wurde die reformorientierte Gruppierung des Technokraten und Regierungschefs der Aufstandszeit, Mahmud Dschibril.

Nun soll der Nationalkongress eine Regierung bestimmen, die Wahl einer verfassunggebenden Versammlung vorbereiten und ein Referendum über die künftige Verfassung abhalten. Auf deren Grundlage soll dann ein neues Parlament gewählt werden.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Tripolis - Die Parlamentswahl und die Regierungsbildung liefen noch halbwegs glatt, doch jetzt stockt der politische Prozess ... mehr lesen
Die Protestaktionen sollten am 15. Februar beginnen. (Symbolbild)
Tripolis - In Libyen ist Mustafa Abu Schagur zum neuen Ministerpräsidenten gewählt worden. In der Nationalversammlung erhielt der bisherige stellvertretende Regierungsschef, der lange in den USA lebte, am Mittwoch 96 der 200 Stimmen. Damit setzte er sich knapp gegen Mahmud Dschibril durch, der Libyen nach dem Sturz von Muammar al-Gaddafi als Ministerpräsident diente und auf 94 Stimmen kam. mehr lesen 
Tripolis - Islamisten haben am Samstag in der libyschen Hauptstadt Tripolis und in der Stadt Slitan zwei heilige Grabstätten zerstört. Zudem wurde bekannt, dass in Slitan bei tagelangen Gefechten mindestens drei Menschen starben. Über die Ursachen der dortigen Zusammenstösse herrschte Unklarheit. mehr lesen 
Das Volk hatte im Juli die Nationalversammlung gewählt.
Tripolis - Die neu gebildete Nationalversammlung in Libyen hat den früheren ... mehr lesen
Tripolis - Aus der ersten demokratischen Parlamentswahl in Libyen sind die Liberalen als stärkste Partei hervorgegangen. Von ... mehr lesen 1
Mahmud Dschibril strebt die Bildung eines noch breiteren Bündnisses an. (Archivbild)
Jim Gilmore hat grosse Ambitionen.
Jim Gilmore hat grosse Ambitionen.
17. republikanischer Kandidat  Washington - Die Liste der republikanischen Präsidentschaftsbewerber in den USA wächst weiter: Als 17. Bewerber meldete der ehemalige Gouverneur von Virginia, Jim Gilmore, am Mittwoch offiziell seine Ambitionen auf das Präsidentenamt an. 
US-Gouverneur Walker steigt in den Kampf Washington - Der Republikaner Scott Walker steigt als 15. Bewerber in das Rennen ...
Bobby Jindal will für Republikaner ins Weisse Haus Baton Rouge - Das Feld der Bewerber um das US-Präsidentenamt wird im ...
Keine weitere Amtszeit erwünscht  Brazzaville - Auch in der Republik Kongo will der Staatschef entgegen der bestehenden Verfassung seine Amtszeit verlängern. Gegen das ...
Denis Sassou-Nguessos Vorhaben stösst bei der Opposition auf Widerstand.
Pierre Nkurunziza bekam 69 Prozent der Stimmen.
Umstrittener Nkurunziza gewinnt Präsidentschaftswahl in Burundi Bujumbura - Der umstrittene burundische Staatschef Pierre Nkurunziza hat die Präsidentenwahl in dem ...
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1404
    So, so Schäfchen Du bist doch das das beste Beispiel für die Richtigkeit meiner ... heute 11:58
  • Kassandra aus Frauenfeld 1404
    Recht primitiv, zombie solches von sich zu geben: "PKK-Chef A. Öcalan sitzt jetzt gut ... heute 11:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3186
    Wenn... die CH oder ein anderes Land in Europa eine moralische Verpflichtung ... heute 10:23
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3186
    R. Erdogan... ist in die syrische Falle getappt, die ihm von seinen Gegenspielern ... gestern 09:21
  • Kassandra aus Frauenfeld 1404
    Erstaunliches Europa Von vielen seit der Gründung totgesagt, lebt es noch immer. Es kann ... Di, 28.07.15 18:34
  • Kassandra aus Frauenfeld 1404
    Müssen? Müssen Schafe müssen! Nun ja doch! Es kann zwar machen, was es will, ... Di, 28.07.15 10:16
  • keinschaf aus Wladiwostok 2690
    Wenn man... ...so einen Seich über das "Bildungsbürgertum" des 18. Jahrhunderts ... Mo, 27.07.15 22:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1404
    Das Osmanenreich in den Köpfen der Türken (Erdogan) "wird es nicht mehr lange gelingen, die inneren Widersprüche ... Mo, 27.07.15 18:37
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 10°C 16°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 5°C 17°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 10°C 19°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 10°C 22°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 12°C 21°C leicht bewölkt sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Genf 11°C 24°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 18°C 27°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten