Ärger um Mönche

publiziert: Freitag, 2. Dez 2005 / 14:53 Uhr

Athen - Aufständische Mönche in der nordgriechischen autonomen Mönchsrepublik auf dem Berg Athos haben den Sitz des Vorstandes besetzt.

In der Mönchsrepublik leben momentan ca. 2500 Mönche.
In der Mönchsrepublik leben momentan ca. 2500 Mönche.
Die 20 Männer aus dem Kloster Esfighmenou harren seit Tagen am «Konaki» in der Hauptortschaft Karyes aus.

Sie protestieren damit gegen den Beschluss der übrigen 19 Klöster der Mönchsrepublik, sie nicht mehr als Vertreter ihres Klosters anzuerkennen.

Wie das griechische Fernsehen berichtete, eilen hohe Vertreter der griechischen Regierung zum Berg Athos, um «Schlimmeres» abzuwenden. Der Konflikt schwelt schon seit Jahren.

Das griechische Fernsehen hatte in den vergangenen Tagen dramatische Bilder von einer kommandoartigen Aktion gesetzestreuer Mönchen gezeigt. Diese Männer hatten vergeblich versucht, Türen des aufständischen Klosters mit Beilen einzuschlagen, um die Kontrolle über das Gebäude zu bekommen.

«Verrat»

Die Krise in der autonomen Mönchsrepublik hatte 2003 begonnen. Das Oberhaupt der orthodoxen Kirche, Patriarch Bartholomäos I. von Konstantinopel (heute: Istanbul), hatte die Mönche des Klosters Esfighmenou angewiesen, den Berg zu verlassen.

Denn die militanten Geistlichen hatten dem Patriarchen zuvor «Verrat an der Orthodoxie» vorgeworfen, weil er einen Dialog mit der römisch-katholischen Kirche führte.

Nach Berichten des Fernsehens hatten sich die Regierung in Athen und der Vorstand der Mönche damals darauf geeinigt, das Kloster nicht von der Polizei stürmen zu lassen. Sie erwarteten, dass die militanten Mönche von selbst aufgeben würden. Doch die dachten gar nicht daran.

Die Mönchsrepublik Berg Athos ist Teil Griechenlands, aber weitgehend autonom. Ein Verwalter mit Sitz in der Ortschaft Karyes stellt lediglich den Kontakt zwischen Athen und der Mönchsrepublik her. Zugang zu dem religiösen Territorium haben nur Männer.

(rr/sda)

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