Ärzte sollen in Norditalien Illegale denunzieren
publiziert: Donnerstag, 8. Jan 2009 / 12:10 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 8. Jan 2009 / 13:32 Uhr

Rom - Die Ärzte in der norditalienischen Region Venetien laufen Sturm gegen die Einwanderungspolitik der regierenden Lega Nord. Die Rechtspartei von Umberto Bossi will Ärzte verpflichten, illegale Immigranten anzuzeigen, die sie behandeln.

Die Ärzteschaft ist empört ob der Forderungen.
Die Ärzteschaft ist empört ob der Forderungen.
Auch Spitäler sollen künftig Ausländer anzeigen, wenn diese keine Aufenthaltsgenehmigung vorweisen können, verlangt die Lega Nord.

Nicht dringende Therapien stoppen

«Illegale Einwanderer erhalten gratis jede Art ärztlicher Behandlung. Natürlich müssen dringende Behandlungen auch Illegalen garantiert werden. Nicht dringende Therapien müssen jedoch gestoppt werden, weil Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung ausgewiesen werden müssen», sagte ein Sprecher der Lega Nord nach Angaben der Mailänder Tageszeitung «Corriere della Sera».

«Wir sind empört. Wir werden illegale Immigranten nicht denunzieren, weil dies den moralischen Vorschriften unseres Berufs widerspricht», reagierte die regionale Ärztekammer. Die Forderung der Lega Nord widerspreche dem universalen Prinzip des Rechts auf Gesundheit, das unter anderem in der italienischen Verfassung verankert sei.

Rekordzahl ausländischer Migranten

Die Lega Nord zeigte sich wegen der Rekordzahl ausländischer Migranten in Italien besorgt. 2008 sei die Zahl der Neuankömmlinge in Italien auf ein Rekordhoch gestiegen.

Die Zahl der Asylanträge übersteige 40'000, an den italienischen Küsten seien 24'241 Personen gestrandet, zumeist aus Somalia und Nigeria. Zudem schätze das italienische Innenministerium die Zahl der illegal im Land lebenden Ausländer auf 650'000.

(fest/sda)

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