Ärztekammer verzichtet auf Abstimmungs-Parole
publiziert: Donnerstag, 4. Jan 2007 / 11:21 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 4. Jan 2007 / 12:05 Uhr

Bern - Die Schweizerische Ärzteverbindung FMH sagt zur Initiative für eine Einheitskrankenkasse weder Ja noch Nein. Ihre Ärztekammer beschloss nach einer angeregten Diskussion Stimmfreigabe. Die Initiative kommt am 11. März vor das Volk.

Die klare Trennung zwischen Sozial- und Privatversicherung entspricht laut dem FMH einem Bedürfnis.
Die klare Trennung zwischen Sozial- und Privatversicherung entspricht laut dem FMH einem Bedürfnis.
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Zu dieser Parole habe das Bestreben der Ärztekammerdelegierten geführt, nicht eine Position zu vertreten, die für den einen oder anderen Teil der Organisation unvertretbar oder unverständlich gewesen wäre, schreibt FMH-Präsident Jacques de Haller in der «Schweizerischen Ärztezeitung».

Vor allem aber hätten die Delegierten verschiedene Argumente gegeneinander abgewogen. Sie verglichen einen Anforderungskatalog an Krankenkassen mit dem Initiativtext. Nach diesem Für und Wider kamen sie zum Schluss, dass die Vorlage die Probleme im Gesundheitswesen nicht befriedigend lösen könne.

Positive Punkte

Positiv werteten die Delegierten in ihren Abwägungen etwa, dass das Volksbegehren zwischen der Sozial- und der Privatversicherung klar trenne. Dies entspreche einem Bedürfnis. Als begrüssenswert erachtet die FMH, dass der Betrieb der sozialen Krankenversicherung bei einem Ja demokratisiert würde.

Negativ zu Buche schlägt für die Ärztekammer, dass eine Einheitskrankenkasse ein administratives, finanzielles und zentralistisches «Monstrum» schaffen würde. Im weiteren sei es «alles andere als sicher», dass sich die Verwaltungskosten in einer Institution dieser Grösse senken lassen.

(ht/sda)

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