Äthiopische Panzer in Somalia angerückt
publiziert: Freitag, 22. Dez 2006 / 18:52 Uhr

Baidoa - In Somalia ist es erneut zu schweren Kämpfen zwischen Truppen der Übergangsregierung in Baidoa und islamistischen Milizen gekommen. Äthiopische Panzer rückten gemäss Augenzeugen in das umkämpfte Gebiet vor.

Seit Mittwoch kamen rund 200 Verletzte in die Spitäler der Region.
Seit Mittwoch kamen rund 200 Verletzte in die Spitäler der Region.
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Greifen die Panzer Äthiopiens, das die Übergangsregierung unterstützt, in die Kämpfe ein, könnte der Konflikt nach der Befürchtung von Beobachtern zu einem Krieg am Horn von Afrika eskalieren.

Die Kämpfe seien an beiden Fronten südlich und östlich des Sitzes der Übergangsregierung in Baidoa fortgesetzt worden, sagte Informationsminister Ali Jama der Nachrichtenagentur AFP. Die Regierung erklärte, zu den bisher umkämpften Städten Idale und Dinsoor sei nun noch die Garnisonsstadt Daynunay hinzugekommen.

Beide Seiten sprachen von hohen Verlusten der Gegner. Diese Angaben waren jedoch nicht zu überprüfen. Anwohner in Zentralsomalia berichteten zudem von äthiopischen Militärlastwagen auf dem Weg zum Ort Sadehigle.

Hunderte von Menschen auf der Flucht

Die Auseinandersetzungen in den vergangenen Tagen trieben Hunderte von Menschen zur Flucht in das benachbarte Äthiopien. «Jeden Tag kommen 150 neue Flüchtlinge nach Addis Abeba», sagte der Chef der somalischen Gemeinschaft in Äthiopien, Mahamud Issa, am Donnerstag.

Nach Angaben des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) kamen seit Mittwoch rund 200 Verletzte in die Spitäler in der Region von Baidoa. Das IKRK verstärkte seine Unterstützung bei der Einrichtung von medizinischen Strukturen und appellierte an die Kriegführenden, die Zivilisten zu verschonen.

Das IKRK lieferte Medikamente und chirurgisches Material, um die Verletzten in den Spitälern zu versorgen. Zudem sollten den Vertriebenen mit Nahrungsmitteln, Wasser und Unterkünften geholfen werden, sagte IKRK-Sprecherin Antonella Notari in Genf.

Friedensgespräche in Khartum zwischen Islamisten und der Übergangsregierung unter Vermittlung der Arabischen Liga waren im November gescheitert. Die Fundamentalisten, die sich als Islamische Gerichte bezeichneten, weigerten sich weiterzuverhandeln, solange äthiopische Truppen in Somalia stationiert seien.

(smw/sda)

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