Affäre Mabetex-Borodin: Bundesgericht lehnt Rekurs ab
publiziert: Samstag, 24. Aug 2002 / 16:02 Uhr

Lausanne - Das Bundesgericht hat Felipe Turovers Rekurs abgeleht. Der Kronzeuge in der Korruptionsaffäre Mabetex-Borodin wehrte sich gegen die Einstellung der Ermittlungen gegen das ehemalige Direktionsmitglied der Gotthardbank, Franco Fenini.

Turovers Klage war eine der ersten Episoden im Verfahren gegen den ehemaligen Kreml-Chef Pavel Borodin. Sie richtete sich gegen Turovers Geschäftspartner und ehemaligen Vizedirektor der Gotthardbank, Franco Fenini.

Der spanisch-russische Geschäftsmann Turover beschuldigte seinen früheren Geschäftspartner der Urkundenfälschung, Erpressung und Veruntreuung von 3,5 Millionen Franken. Franco Fenini wurde im Januar 1999 verhaftet. Gleichzeitig veranlasste die damalige Bundesanwältin Carla Del Ponte bei der Mabetex in Lugano eine Hausdurchsuchung.

Die Tessiner Justiz hatte gegen den Ex-Bankier ermittelt und ihn während 47 Tagen in Untersuchungshaft festgehalten. In der Folge stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Fenini jedoch ein.

Die Affäre Mabetex-Borodin wurde kürzlich in Genf abgeschlossen. Der ehemalige Kreml-Chef Borodin wurde wegen Geldwäscherei zu einer Busse von 300 000 Franken verurteilt.

(ms/sda)

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