Afghanistan: UNO befürchtet Verschlechterung der Lage
publiziert: Samstag, 14. Mrz 2009 / 14:14 Uhr

New York - Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich nach Einschätzung der Vereinten Nationen verschlechtert. Sie könnte sich in diesem Jahr noch weiter verschärfen, heisst es in einem UNO-Bericht.

Schulklasse in afghanischem Dorf.
Schulklasse in afghanischem Dorf.
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2009 werde ein kritisches Jahr, geht aus dem Bericht von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon für den Sicherheitsrat hervor. Dennoch gibt es Ban zufolge mittelfristig auch Grund für Optimismus. So könne die Aufstockung der internationalen Truppen das Land während der bevorstehenden Wahlen sicherer machen, heisst es.

Es wird erwartet, dass der Sicherheitsrat das Mandat für die UNO-Mission in Afghanistan noch im März verlängert. Ban empfiehlt in seinem Bericht eine Verlängerung um ein weiteres Jahr. Die Gewalt in Afghanistan ist derzeit auf dem höchsten Stand seit dem Sturz der radikal-islamischen Taliban 2001.

Die Hilfsbemühungen der Regierung und von internationaler Seite hätten die Erwartungen der Bevölkerung nicht erfüllt, heisst es in dem Bericht. Die afghanische Bevölkerung leide unter den Folgen von Trockenheitsperioden und einem globalen Anstieg der Lebensmittelpreise. Zudem sei die Rechtsstaatlichkeit nicht ausreichend institutionalisiert und Misshandlungen würden nicht ernst genug genommen.

Todesopfer unter Zivilisten

Auch die zunehmende Zahl von Toten unter der Zivilbevölkerung wird thematisiert. Sie stieg im vergangenen Jahr um 40 Prozent auf 2118. Zwar seien überwiegend Aufständische schuld am Tod von Zivilisten, heisst es dazu in dem Bericht Bans. In 39 Prozent der Fälle seien jedoch internationale und afghanische Truppen verantwortlich.

Die USA wollen Ende des Monats ihre neue Afghanistan-Strategie vorstellen. US-Präsident Barack Obama will mit einer zeitweise verstärkten Präsenz westlicher Truppen und Bündnissen mit regionalen Machthabern die Taliban zurückdrängen.

(ht/sda)

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