Afrikanische Union fordert Ende der Kämpfe
publiziert: Montag, 25. Dez 2006 / 20:54 Uhr / aktualisiert: Montag, 25. Dez 2006 / 23:10 Uhr

Mogadischu - Die Afrikanische Union (AU) hat die somalischen Kriegsparteien zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgerufen. AU-Chef Alpha Oumar Konare forderte ein sofortiges Ende der Kämpfe.

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Die Milizen der Islamischen Gerichte und die Truppen der somalischen Übergangsregierung müssten einen Dialog unter Schirmherrschaft der Arabischen Liga und der Zwischenstaatlichen Behörde für Entwicklung (IGAD) ermöglichen, hiess es in der Mitteilung der AU weiter.

In der IGAD haben sich sieben ostafrikanische Staaten zusammengeschlossen. Die Afrikanische Union wird nach eigenen Angaben mit beiden Organisationen am Mittwoch in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ein Treffen zur Lage in Somalia abhalten.

In Somalia sind die Kämpfe zwischen der Übergangsregierung und Islamisten durch das militärische Eingreifen Äthiopiens eskaliert. Äthiopien erklärte den Rebellen im Nachbarland offiziell den Krieg.

Flughafen angegriffen

Die äthiopische Luftwaffe griff erneut in die Kämpfe ein und attackierte unter anderem den internationalen Flughafen der früheren Hauptstadt Mogadischu. Dabei wurden mindestens zwei Menschen verletzt. Die Startbahn und der Terminal seien getroffen worden, hiess es in somalischen Medienberichten.

Kampfflugzeuge griffen auch den rund 110 Kilometer von Mogadischu entfernt liegenden früheren Militärflugplatz Ballidogle an. Von äthiopischen Panzer- und Artillerieeinheiten unterstützte somalische Truppen gingen gegen Rebellen der Bewegung der islamischen Gerichte vor.

24-stündige heftige Gefechte

Nahe der Grenze zwischen beiden Ländern fiel nach 24-stündigen heftigen Gefechten und Luftangriffen die Islamisten-Hochburg Beledweyne. Die Islamisten bestätigen den Fall der Stadt.

Gefechte wurden auch aus anderen Orten gemeldet.

Die somalische Übergangsregierung ordnete derweil die Schliessung sämtlicher Grenzen an. «Aus Sicherheitsgründen» seien im Luftverkehr, zu See und auf den Strassen keine Grenzübertritte mehr gestattet, erklärte Regierungssprecher Abdirahman Nur.

Rede im Rundfunk

Die äthiopische Regierung hatte den Islamisten am späten Sonntagabend den Krieg erklärt. In einer im Radio übertragenen Rede sagte der äthiopische Ministerpräsident Meles Zenawi, sein Land sei angesichts der seit Tagen andauernden Kämpfe gezwungen, in den Konflikt einzugreifen.

Ziel des Militäreinsatzes sei es, die nationale Souveränität Äthiopiens zu verteidigen. Meles liess offen, wann sich seine Truppen aus Somalia zurückziehen würden.

Äthiopien unterstützt die international anerkannte Regierung Somalias gegen die Bewegung der islamischen Gerichte, die Mogadischu und weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hat. Die Islamisten werden wiederum von Äthiopiens Erzfeind Eritrea unterstützt.

Die EU und die Afrikanische Union (AU) forderten ein sofortiges Ende der ausufernden Kämpfe. AU-Chef Alpha Oumar Konare rief die somalischen Kriegsparteien zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch auf.

(fest/sda)

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