Ahmadinedschad droht mit Abbruch aller Atomgespräche
publiziert: Dienstag, 8. Jun 2010 / 13:05 Uhr

Istanbul - Irans Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad hat für den Fall neuer UNO-Sanktionen mit dem Abbruch der Atomgespräche gedroht. Voraussetzung für Gespräche seien «Respekt und Fairness», sagte er in Istanbul.

Ahmadinedschad nannte die möglichen Sanktionen in Istanbul einen «grossen Fehler».
Ahmadinedschad nannte die möglichen Sanktionen in Istanbul einen «grossen Fehler».
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«Ich habe gesagt, dass die USA und ihre Verbündeten im Irrtum sind, wenn sie glauben, dass sie den Knüppel einer Resolution schwingen und dann sich mit uns hinsetzen und reden können. So etwas wird nicht passieren», warnte Ahmadinedschad.

Der 53-Jährige ist derzeit auf einer zweitägigen Sicherheitskonferenz in der Türkei, an der auch Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin und der syrische Machthaber Baschar al-Assad teilnehmen.

Sanktionen gegen den Iran abgeschlossen

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte nach Angaben aus diplomatischen Kreisen seine Beratungen zu neuen Sanktionen gegen den Iran abgeschlossen. Voraussichtlich am Mittwoch soll über einen von den USA eingebrachten Resolutionsentwurf abgestimmt werden.

Vor allem westliche Länder glauben, dass das Land unter dem Deckmantel einer zivilen Energieforschung an einer Atombombe baut. Die Resolution richtet sich mit Kontosperrungen und Handelsverboten vor allem gegen die Revolutionsgarden, die als wichtigste Stütze des Systems gelten. Ahmadinedschad nannte die möglichen Sanktionen in Istanbul einen «grossen Fehler».

(ade/sda)

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