Ahmadinedschad fordert Wahrheit über 9/11
Ahmadinedschad fordert auf Antiterror-Gipfel Wahrheit über 9/11
publiziert: Samstag, 25. Jun 2011 / 10:24 Uhr / aktualisiert: Samstag, 25. Jun 2011 / 12:21 Uhr
Mahmud Ahmadinedschad
Mahmud Ahmadinedschad

Teheran - Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat den USA vorgeworfen, den Holocaust und die Anschläge vom 11. September 2001 zur Unterdrückung der islamischen Welt zu missbrauchen. Die USA würden die Wahrheit vertuschen, sagte Ahmadinedschad.

5 Meldungen im Zusammenhang
Die Amerikaner nutzten beide Ereignisse als Vorwand, um Druck auf die muslimische Welt auszuüben und riesige wirtschaftliche Vorteile aus der Verbreitung von Panik zu ziehen, kritisierte der iranische Präsident bei der Eröffnung einer internationalen Konferenz gegen Terrorismus in Teheran am Samstag.

Man müsse die wahre Dimension der Judenvernichtung im Zweiten Weltkrieg und der Anschläge von New York und Washington darstellen. «Doch die USA erlauben das nicht. Wenn man den Terrorismus wirksam bekämpfen wolle, müsse man seine Wurzeln freilegen.» Die USA würden die Lage nur verschlimmern.

An der zweitägigen Gipfelkonferenz in Teheran nehmen Vertreter von rund 80 Staaten und internationalen Organisationen teil. Die Präsidenten Afghanistans, Pakistans, des Iraks und Tadschikistans riefen wie Ahmadinedschad alle islamischen Staaten auf, gemeinsam den Terrorismus zu bekämpfen.

Karsai pessimistisch

Der afghanische Präsident Hamid Karsai zeichnete ein pessimistisches Bild vom Hindukusch. «Trotz aller Bemühungen, die Bildung und die Infrastruktur zu verbessern, breitet sich der Terrorismus in meinem Land aus. Das macht die terroristische Bedrohung in meinem Land grösser denn je und hält uns fern von Frieden und Sicherheit», sagte Karsai.

Der Iran wirft den USA und ihren westlichen Verbündeten vor, mit ihrer Militärpräsenz die Sicherheitslage in Afghanistan und im Irak zu verschlimmern. Der Terrorismus werde am wirksamsten bekämpft, wenn die fremden Truppen die Region verliessen und die betroffenen Staaten sich selbst um ihre Sicherheit kümmerten.

Al-Baschir mit dabei

Der sudanesische Präsident Omar al-Baschir warf Washington vor, die eigene Rolle im Terrorismus zu vergessen. «Die USA versuchen diejenigen als Schuldige zu präsentieren, die selbst Opfer der Unterdrückung sind.»

Al-Baschir nahm an der Konferenz teil, obwohl er wegen Kriegsverbrechen international gesucht wird und sich vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag verantworten soll.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Washington - Wenige Tage vor dem ... mehr lesen
Terrorwerkzeug in den Händen von Al-Kaida: Kleinflugzeug mit Sprengstoff beladen.
Präsident vom Iran Mahmud Ahmadinedschad.
Teheran - Im Iran ist laut einem Bericht des dortigen Staatsfernsehens vom Donnerstag ein Vertrauter des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in Gewahrsam genommen worden. mehr lesen
Teheran - Im Machtkampf mit den ... mehr lesen
Ahmadinedschad soll mit der Absetzung mehr Öl-Beteiligungen im Ziel gehabt haben.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. (Archivbild)
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. ...
«Überall ist Taksim, überall ist Widerstand»  Istanbul - Zum dritten Jahrestag des Beginns der Gezi-Proteste haben in Istanbul Hunderte Menschen gegen die islamisch-konservative Staatsführung der Türkei demonstriert. mehr lesen 1
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene Offensive zurückzuschlagen, seien gescheitert. mehr lesen   1
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte ... mehr lesen
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Die Schweizer Botschaft in Berlin mit Tunnel-Schriftzug.
Gotthard 2016  Berlin - «Tunnel» - mit sechs Riesenbuchstaben feiert die Schweizer Botschaft in Berlin die Eröffnung des neuen Gotthard-Basistunnels. Während zwei Monaten wird der ... mehr lesen   1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich -2°C 11°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel -1°C 12°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen -2°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern -3°C 10°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern -1°C 10°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 1°C 11°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 4°C 13°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten