Ahmadinedschad giftet weiter
publiziert: Donnerstag, 9. Mrz 2006 / 17:57 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 9. Mrz 2006 / 18:55 Uhr

Teheran - Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat seine Drohungen gegen westliche Staaten erneuert.

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Mahmud Ahmadinedschad erklärte, sein Land werde keinerlei «Demütigung» hinnehmen.
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Mögliche Sanktionen durch den UNO- Sicherheitsrat würden den Westen härter treffen als den Iran selbst. Ahmadinedschad erklärte, sein Land werde keinerlei «Demütigung» hinnehmen und mit der Urananreicherung zu Forschungszwecken fortfahren. Der Westen sei im Falle von Sanktionen verletzlicher als der Iran.

«Sie wissen, dass sie der iranischen Nation nicht den geringsten Schlag versetzen können, weil sie die iranische Nation brauchen», erklärte der iranische Präsident. «Sie werden mehr leiden als der Iran und sie sind verwundbar», wurde Ahmadinedschad von der Nachrichtenagentur Isna zitiert.

Der Iran ist der viertgrösste Ölexporteur der Welt. Ein iranischer Unterhändler hatte gestern erklärt, sollte die internationale Gemeinschaft den Druck auf sein Land erhöhen, werde das Land seine Exportpolitik überdenken.

Ajatollah Ali Chamenei: Hart bleiben

Der oberste Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, wies Regierung und Volk an, hart zu bleiben.

Die US-Regierung warnte Teheran vor weiteren Drohgebärden in dem Streit.

Laut US-Aussenministerin Condoleezza Rice stellt der Iran «möglicherweise die grösste Bedrohung für die USA dar.» Die Politik Theherans ziele auf einen Nahen Osten, «der sich um 180 Grad von dem Nahen Osten unterscheidet, dessen Entwicklung wir sehen möchten», sagte Rice bei einer Anhörung im US-Kongress.

Gestern erste Beratungen der Vetomächte

Nach der Überweisung des Streits um das iranische Atomprogramm an den UNO-Sicherheitsrat waren die fünf Vetomächte Grossbritannien, China, Frankreich, Russland und die USA schon gestern Abend zu ersten informellen Beratungen zusammengekommen.

Bereits Anfang kommender Woche wird mit einer Erklärung aller 15 Sicherheitsratsmitglieder zum iranischen Atomprogramm gerechnet. Dabei wird erwartet, dass der Rat den Iran vorerst lediglich zur vollen Kooperation mit der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA auffordern wird.

(fest/sda)

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