Aids: Mangel an Krankenpflegern in Afrika tödlich
publiziert: Samstag, 26. Mai 2007 / 17:34 Uhr

Genf - Ein bedenklicher Mangel an Ärzten und Krankenpflegern führt in Afrika dazu, dass Menschen im Süden Afrikas unnötig an Aids sterben. Eine Studie der Medecins sans Frontieres macht sichtbar, dass in manchen Regionen sehr wohl Medikamente verfügbar sind, jedoch niemand da ist, der sie den Betroffenen verabreichen kann.

Medikamente allein genügen in Afrika nicht zur Aids-Bekämpfung.
Medikamente allein genügen in Afrika nicht zur Aids-Bekämpfung.
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Weiterführende Links zur Meldung:

Medecins sans Frontieres

www.msf.org

Laut dem BBC-Korrespondenten Peter Greste ist das der Knackpunkt bei jenen Konzepten, die davon ausgehen, dass der Kampf gegen das Virus einfach durch mehr antiretrovirale Medikamente zu gewinnen ist.

MSF kritisiert Spender, die zwar neue Kliniken finanzieren aber keine Mittel für die Bezahlung des Personals bereitstellen. Eric Goemaere lobt diese Bestrebungen, allerdings seien sie nur die halbe Lösung des Problems. «Wir sehen in Afrika zu viele leere Kliniken. Leer, weil letzten Endes keine Behandlungsmöglichkeiten vorhanden sind. Daher ziehen es die Menschen vor, zu Hause zu bleiben und dort zu sterben.»

Laut Greste sind Ärzte und Pfleger in Südafrika unterbezahlt, überarbeitet und desillusioniert. Sie verlassen die Region scharenweise. 2005 zum Beispiel schlossen in Malawi 44 Krankenpfleger die Ausbildung ab, 86 verliessen das Land.

Verbesserung der Arbeitsbedingungen

Laut Goemaere kann nur die Verbesserung der Arbeitsbedingungen eine Lösung bringen. Zusätzlich muss es dem Pflegepersonal auch erlaubt werden, Medikamente zu verschreiben. Bisher durften das ausschließlich die Ärzte.

«Selbstverständlich ist es ein Risiko, Pflegepersonal Aufgaben zu übertragen, die in Grossbritannien ausschliesslich spezialisierten Ärzten vorbehalten sind. In diesem Fall haben wir aber einfach keine Wahl.»

Die Weltgesundheitsorganisation sieht für die Minimalversorgung 20 Ärzte pro 100'000 Einwohner vor. In Lesotho sind es laut MSF derzeit fünf Ärzte, in Malawi zwei und in Mosambik 2,6.

(smw/pte)

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