Triebwerke offenbar ausgefallen
Airbus Bruchlandung wegen Treibstoffmangel
publiziert: Donnerstag, 13. Jul 2000 / 13:46 Uhr

Wien - Die Bruchlandung eines deutschen Airbus-Flugzeugs in Wien geht nach ersten Erkenntnissen der Untersuchungs-Kommission auf Treibstoff-Mangel zurück. Ihr Leiter Günther Raicher sagte in Wien am Donnerstag, offenbar seien die Triebwerke deshalb ausgefallen.

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Der Airbus A310-300 der Chartergesellschaft Hapag Lloyd war auf dem Weg von Kreta nach Hannover am Mittwoch in Wien notgelandet. Kurz zuvor waren beide Triebwerke ausgefallen. Der Pilot setzte die Maschine im Segelflug auf. Eine Tragfläche und das Fahrwerk brachen. Bei der Evakuierung wurden elf der 142 Passagiere leicht verletzt.
Raicher sagte, die Piloten hätten nur bestätigen können, dass sich das Fahrwerk nach dem Start auf Kreta nicht mehr einfahren liess und dass kurz vor der Notlandung in Wien die Triebwerke versagten.
Nach Einschätzung des Kommissions-Chefs erhielt die Besatzung offenbar falsche Informationen über die Treibstoff-Menge. Ob die Treibstoff-Anzeige defekt gewesen sei, müsse noch geklärt werden.
Nähere Aufschlüsse erhoffe man sich von der Auswertung des Voice Recorders und des Flugschreibers. Ein Ergebnis werde erst in frühestens zwei Wochen vorliegen, hiess es.
Die Kommission wollte am Donnerstag auch das Flugzeugwrack genau untersuchen. Ein Flughafen-Sprecher sagte, das Wrack werde vermutlich erst am Freitag vom Unglücksort weggeschafft werden können.

(klei/sda)

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