Ausreisser acht Kilometer vor dem Ziel gestellt
Albasinis vergeblicher Kampf - Sagan mit zehntem Etappensieg
publiziert: Montag, 15. Jun 2015 / 19:17 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Jun 2015 / 22:08 Uhr
Peter Sagan.
Peter Sagan.

Die Schweizer müssen an der Tour de Suisse weiter auf einen Etappensieg warten. In der 3. Etappe von Quinto nach Olivone versuchte es Michael Albasini im Finale vergeblich. Der Tagessieg ging an den Slowaken Peter Sagan, Leader Tom Dumoulin hielt sich erneut schadlos.

Ihm vorzuwerfen, dass er es nicht versucht hätte, wäre bei Albasini in der Tat vermessen. Gleich zweimal griff der Thurgauer auf den letzten zehn Kilometern aus dem Feld von rund 30 verbliebenen Fahrern an. Doch die Gegner liessen den 34-jährigen Leader des Teams Orica-GreenEdge nicht gewähren.

Albasini musste kapitulieren und in der letzten Steigung des schwierigen Finales schliesslich abreissen lassen. Am Ende erreichte er das Ziel mit einem Rückstand von 3:30 Minuten auf Sagan. "Ich musste es versuchen", sagte Albasini, nachdem er seinen vierten Etappensieg an der Tour de Suisse verpasst hatte. "Im Radsport führen solche Attacken zu 95 Prozent nicht zum Erfolg. Aber wenn man es nicht versucht, dann kommen die verbleibenden fünf Prozent nie."

Härteres Finish als erwartet

Die letzten gut 20 Kilometer mit den zwei Steigungen der 2., respektive 3. Kategorie hatten es in sich. "Zumindest für mich war es schwieriger als erwartet", so Albasini. "Ich wusste zwar, dass es am Ende bergauf geht. Aber ich habe mir das Finish etwas anders vorgestellt, ich dachte, es sei mehr für Roller." Vielleicht hätte er länger warten sollen mit dem Angriff, meinte der Thurgauer.

Albasini ist nebst Fabian Cancellara der einzig richtige Siegfahrer der neunköpfigen Schweizer Delegation. In diesem Jahr feierte er an der Tour de Romandie gleich zwei Tagessiege. Es versteht sich von selbst, dass Albasini auch in den kommenden Tagen etwas versuchen wird. Etwa schon heute (Dienstag), wenn die 4. Etappe von Flims durch Albasinis Thurgauer Heimat nach Schwarzenbach SG führt? "Jede Etappe an dieser Rundfahrt ist etwas für mich", so Albasini mit einem Schmunzeln. "Aber ja, wir werden es in Schwarzenbach sicher wieder versuchen."

Sagan "zu früh"

Ein Anwärter auf den Tagessieg heute (Dienstag) ist mit Sicherheit auch Sagan. Denn schliesslich hält die Tour de Suisse fast ausschliesslich im St. Galler Dorf, weil Sagans Teambesitzer Oleg Tinkoff das Schloss Schwarzenbach gehört. In diesem Kontext kam Sagans Etappensieg im Tessin einen Tag zu früh. Doch der Slowake bewies im Tessin, dass er mittlerweile auch gut die Berge hinauf kommt, und deshalb immer mehr zum Anwärter auf Rundfahrten-Siege wird. An der achttägigen Kalifornien-Rundfahrt vor einem Monat jedenfalls war Sagan nicht zu schlagen.

In Olivone profitierte Sagan von der Vorarbeit seines Teamkollegen Rafal Majka. Der Pole, der sich an der Schweizer Rundfahrt auf die Tour de France vorbereitet, zeigte sich in ausgezeichneter Verfassung. Unter Majkas Regie holte Tinkoff-Saxo zuerst die Fluchtgruppe des Tages ein mit IAM-Profi Stefan Denifl (Ö), Marco Marcato (It) und Branislau Samoilau (WRuss). Das Trio hatte sich am Gotthardpass abgesetzt und einen Vorsprung von über sechs Minuten herausgefahren. Dann parierte Majka im Finish jede Attacke, zuerst jene von Albasini, danach unter anderen auch eine des Wallisers Steve Morabito.

Im Sprint liess Sagan seinen Konkurrenten dann keine Chance und feierte seinen 66. Sieg als Profi. Der 25-Jährige ist mittlerweile bei zehn Tagessiegen an der Tour de Suisse angelangt und zog damit mit Cancellara gleich. Mit einem weiteren Erfolg würde er die Rekordsieger egalisieren; die legendären Ferdy Kübler und Hugo Koblet hatten einst elf Etappen für sich entschieden.

Nur fünf Sekunden hinter Dumoulin

Im Gesamtklassement stiess Sagan dank der Bonifikation von zehn Sekunden auf Platz 3 vor. Er weist wie der zweitklassierte Spanier Daniel Moreno, der wie am Vortag in Rotkreuz Etappen-Zweiter wurde, nur noch einen Rückstand von fünf Sekunden auf Leader Dumoulin auf. Der Holländer kam zwar mit der ersten Gruppe ins Ziel, könnte aber schon heute in Schwarzenbach sein gelbes Trikot (an Sagan?) verlieren. Von den Schweizern hielten sich in der Gesamtwertung Morabito (7./0:15 zurück) und Sébastien Reichenbach (0:29) schadlos.

(fest/Si)

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